620 Fotos an 31 Standpunkten

Virtueller Rundgang durch das Stadtmuseum Schatzkammer in Belecke

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Virtueller Rundgang durch das Stadtmuseum Schatzkammer in Belecke

BELECKE Weltweit kann man dank Googles StreetView-Service durch zahlreiche Großstädte auch am heimischen Computer „reisen“. Ebenso ermöglichen Panoramafotos virtuelle Besuche in vielen Museen oder Institutionen. Ab sofort ist das auch in der Schatzkammer Propstei in Belecke möglich

Anzeiger-Redakteur Christian Clewing erstellte nun anlässlich des 25. Geburtstags des vom engagierten Annokreis betreuten Stadtmuseums einen interaktiven Rundgang durch die Räume in der Altstadt.

Während der Suchmaschinen-Gigant aus den USA für seine Panoramarundgänge durch die Städte auf Autos montierte große Spezial-Kameras mit Linsen in alle Richtungen nutzt, macht Christian Clewing seine Aufnahmen mit der gleichen Spiegelreflexkamera, die er auch sonst für die Fotos im Anzeiger einsetzt. Allerdings mit einem besonderen Objektiv, dem so genannten Fisheye mit einem Blickwinkel von 180 Grad. Das wird mit einem exakt justierten Adapter auf einem Stativ montiert, um anschließend Aufnahmen alle 90 Grad für einen nahtlosen Rundumblick aufzunehmen. Das erfolgte in der Schatzkammer an 31 Positionen, jeweils im Abstand zwischen zwei und vier Metern. 

Virtueller Rundgang durch das Stadtmuseum Schatzkammer in Belecke


Daraus entstanden 620 Bilder, denn in alle vier Aufnahmerichtungen wurden je fünf Fotos mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen gemacht für so genannte HDR-Aufnahmen, damit helle Bildstellen nicht „ausfressen“ und dunkle Partien nicht „wegsuppen“ und eine insgesamt ausgewogene Belichtung erreicht wird. Für den Computer folgte anschließend stundenlange Rechenarbeit: Aus knapp drei Gigabyte Daten mussten die fertigen Bilder mit einer speziellen Software zusammengesetzt werden. Letzter Schritt: Die 31 fertigen Panoramafotos müssen exakt ausgerichtet und per GPS-Daten positioniert werden, damit sie anschließend zu einem virtuellen Rundgang verknüpft und ins Internet hochgeladen werden können. Erst dort wird aus den „flachen“ Fotos ein so genanntes sphärisches Panorama, das den Rundumblick in alle Richtungen per Maussteuerung oder Tabletneigung ermöglicht. Dabei kann man sich dann auch auf alle Standorte des Fotografen im Erd- und im Obergeschoss begeben und so quasi am Computer durch das Museum gehen.

Der Panoramarundgang ist ab sofort über die Anzeiger-Homepage https://www.soester-anzeiger.de/lokales/warstein/ oder beim Kartenservice von Google unter der Internetadresse maps.google.de abrufbar – beispielsweise per direkter Suche nach der „Schatzkammer Belecke“ oder über den Kurzlink https://goo.gl/maps/5RqdwK6Aaik.

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