2022 soll losgelegt werden

Hirschberger wollen Anschluss zum Ruhrtalradweg

Der Hirschberger Vereinsring möchte die fahrradtouristische Attraktivität steigern.
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Der Hirschberger Vereinsring möchte die fahrradtouristische Attraktivität steigern.

Der Vereinsring Hirschberg hat sich ein Ziel gesetzt: Man will einen Radweg als Anschluss für den Ruhrtalradweg bauen.

Hirschberg – Die Hirschberger haben im vergangenen Jahrzehnt viele Schlachten geschlagen. Trotzdem ist das, was der Vereinsring am Freitagabend aufs Gleis setzen will, ein besonderer Kraftakt.

Vorsitzender Franz Linneboden hat unter strengsten Corona-Bedingungen rund zwei Dutzend Repräsentanten der örtlichen Vereine zur Mitgliederversammlung in die Schützenhalle eingeladen, um einen 13 Kilometer langen Radweg über die Stimm Stamm-Höhe zum Anschluss an den touristisch attraktiven Ruhrtalradweg zu schaffen.

Auch Meschede hat Interesse

„Wir müssen jetzt Vollgas geben“, ist Franz Linneboden überzeugt, dass die Situation für ein derart komplexes und aufwändiges Projekt, was nicht ohne Förderung machbar ist, nicht besser wird. Im Gegenteil. „Wenn wir in diesem Jahr noch Mittel beantragen wollen, damit wir nächsten Jahr bauen können, müssen wir handeln.“

Wie am besten gehandelt wird, das haben die Hirscherger in den vergangenen Wochen genau überlegt und im Detail geprüft. Der wichtigste Aspekt ist die Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Meschede. Haben die Hirschberger ein Interesse, ihr inzwischen sehr gutes Radwegenetz, an den Ruhrtalradweg anzuschließen, gibt es von Seiten Meschedes das Interesse, den Radweg-Anschluss nach Norden zu schaffen.

Gründung einer GmbH ist geplant

Realisiert werden soll der Radweg über Gründung einer gemeinnützigen GmbH gemeinsam von Vereinsring Hirschberg und Bürgerstiftung Meschede. Insbesondere geht´s dabei ums Geld: So wird in der Mitgliederversammlung des Vereinsrings auch über die Mittelbereitstellung und Rücklagenbildung beschlossen. Wie bereits mehrere Hirschberger Radwegprojekte soll auch dieser neue Radweg als „Bürgerradweg“ gebaut werden. In diesem Fall wird es eine enge Kooperation mit den Städten Warstein und Meschede und mit Straßen-NRW geben.

Sobald die formellen Beschlüsse in dieser Woche gefallen sind, werde man sich an die konkrete Planung begeben, sagte Vereinsring-Vorsitzender Franz Linneboden. „Die GmbH wird den Auftrag an ein Planungsbüro vergeben“, erläutert der langjährige Ortsvorsteher, der nun dem Vereinsring vorsteht, die Vorgehensweise. Parallel dazu werde man auf Sponsorensuche gehen. Welche Kosten anfallen, das wird erst die Planung ergeben.

Grunderwerb ist nötig

Die derzeit ins Auge gefasste Trasse soll größtenteils entlang der Straßen führen. Vom Abzweig „Oeventroper Straße“ soll es zunächst links entlang der Bermecke bis zum Birkenhof gehen. Von dort ist die Weiterführung rechts der Landstraße 856 am Fernsehturm entlang bis zur B 55 angedacht. Für einen vier Meter breiten Streifen ist hier Grunderwerb nötig, was bereits mit den Eigentümern abgestimmt ist. Bis zur B 55 sind 7,2 Kilometer zu bauen. Für die verbleibende 6-Kilometer-Strecke ist die genaue Führung noch offen.

„Wenn uns das gelingt, wäre es ein Meilenstein für den Tourismus in der Region“, sagt Franz Linneboden. Auch wenn die Corona-Pandemie die Finanzen des Vereinsring, unter anderem wegen Ausfall des Weihnachtsmarktes, geschwächt hat, so sieht er den Zeitpunkt zum Handeln für gekommen. „Die Türen stehen gerade auf“, so sein Eindruck. Und bevor sich diese nach der Pandemie schließen, wollen die Hirschberger dieses touristische Projekt mit den Nachbarn aus Meschede und Straßen-NRW im nächsten Jahr „durchziehen“.

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