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Vandalismus in Warstein: Marktplatz-Strandkörbe zerstört

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Von: Alexander Lange

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Abgerissenes Rattan und Markisen, gestohlene Kissen: Die Strandkörbe auf dem Warsteiner Marktplatz wurden Opfer blinder Zerstörungswut.
Abgerissenes Rattan und Markisen, gestohlene Kissen: Die Strandkörbe auf dem Warsteiner Marktplatz wurden Opfer blinder Zerstörungswut. © Alexander Lange

Für Kopfschütteln und Unverständnis sorgen die aktuellen Zustände der Strandkörbe auf dem Warsteiner Marktplatz im Schatten der St. Pankratius Kirche. Zerstörtes Rattan an der Verkleidung, gestohlene Kopfkissen und eine abgerissene Markise. Das sorgt für Frust bei den Verantwortlichen von Stadtmarketing und Sparkasse. Denn die hatten die Strandkörbe Anfang Juli gemeinsam aufgestellt. Ebenso vier Liegestühle, die längst gestohlen worden sind.

Warstein – Für Kopfschütteln und Unverständnis sorgen die aktuellen Zustände der Strandkörbe auf dem Warsteiner Marktplatz im Schatten der St. Pankratius Kirche. Zerstörtes Rattan an der Verkleidung, gestohlene Kopfkissen und eine abgerissene Markise. Das sorgt für Frust bei den Verantwortlichen von Stadtmarketing und Sparkasse. Denn die hatten die Strandkörbe Anfang Juli gemeinsam aufgestellt. Ebenso vier Liegestühle, die längst gestohlen worden sind.

„Wir wollen damit auch Bürgerinnen und Bürgern, die in diesem Jahr keinen Strandurlaub erleben können, hier in der Heimat ein Urlaubsfeeling geben“, sagte damals Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Jürgen Riepe. Jürgen Kösters kommentierte bei der Aufstellung der Strandkörbe und Liegestühle: „Auch wenn der Marktplatz in den letzten Monaten im Umbruch war und immer noch ist, wollen wir hier einen schönen Ort schaffen, auch für Familien und die Kinder nach dieser schweren Corona-Zeit.“

Doch dieser „schöne Ort“ ist nun erst einmal Geschichte. Der Sandkasten wird in Kürze abgebaut, die Strandkörbe nimmt der Betriebshof mit und schaut, ob sie noch reparabel sind. Und von den Liegestühlen fehlt jede Spur.

Und, dass die Strandkörbe nicht auch gestohlen wurden, ist wohl nur den zwischenzeitlich angebrachten Verankerungen im Boden zu verdanken, mutmaßt auch Sabrina Schrage vom Stadtmarketing: „Es ist traurig und absolut ärgerlich, dass dieses Engagement hier sozusagen in den Dreck gezogen wird.“ Jeder, von der Stadt über die Initiative „Wir für Warstein“ bis zur Sparkasse Lippstadt habe sich Mühe gegeben, im Warsteiner Stadtkern Aufenthaltsqualität zu schaffen - und dann das.

Es sei eine tolle Aktion und habe die Stadt aufgewertet, sagt auch Thomas Raulf, Sprecher der Sparkasse: „Und man muss ja auch dazu sagen: Es haben viele Warsteiner, viele Familien und Kinder darin gesessen. Das wurde super angenommen, genauso wie der Sandkasten.“ Aber einige wenige, einige Ausnahmen hätten eben das zerstört, was allen dienen sollte: „Wir wissen natürlich schon vorher von der Gefahr, dass so etwas passiert. Aber es ist dann trotzdem immer wieder frustrierend.“

Vom Stadtmarketing aus sei auch schon Strafanzeige bei der Polizei gestellt worden. Aufgrund dieses Vorfalls, so ärgerlich er sei, wolle man das Engagement in Zukunft aber in keinerlei Hinsicht zurückfahren, heißt es sowohl von der Sparkasse wie auch vom Stadtmarketing. „Nein, wir machen natürlich damit weiter und werden so etwas fortsetzen“, sagt Raulf, während Sabrina Schrage kommentiert: „Deshalb fahren wir die Aktivitäten in der Stadt nicht zurück. Aber klar, es ärgert uns. Häufig wird gemeckert, dann schaffen wir eine solche Möglichkeit und dann wird es durch Unbekannte wieder zerstört!“

Wer hinter dem Vandalismus, steckt ist genauso unbekannt wie die Schadenshöhe. Auch Bürgermeister Thomas Schöne hatte am Mittwochabend in den sozialen Netzwerken ein Foto des ramponierten Strandkorbs hochgeladen und kommentierte es mit den Worten „sinnlose Zerstörungswut“.

Unter dem Beitrag machten viele Warsteiner ihrem Unmut Luft und stimmten Schöne zu. Alle bedauerten die geringe Wertschätzung von Einzelnen gegenüber dem Engagement der Stadt und befürchteten, dass dadurch die Lust, sich für die Verschönerung des Stadtbildes einzusetzen, verloren gehen könnte.

Viele forderten daher eine Kameraüberwachung des Marktplatzes und verschärfte Kontrollen, sagten aber auch: Das ist kein reines Warsteiner Problem, solche Schwierigkeiten haben andere Städte auch.

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