„Nur so können wir etwas bewegen“

Elf Unterschriften im Rathaus unter Projekt Folgenutzungskonzept für Steinbrüche

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Elf Unterschriften von den zehn Beteiligten an der Kostenübernahme für das Folgenutzungskonzept Steinabbau wurden am Freitag im Rathaus getätigt.

Warstein – Elf Unterschriften von zehn beteiligten Firmen, Verbänden und Behörden machten den gestrigen Freitag zu einem „ganz, ganz bedeutenden Tag“, wie es Bürgermeister Dr. Thomas Schöne als einer der Unterzeichner formulierte: Kaum dass die Tinte unter der Kostenübernahmevereinbarung für das Projekt „Folgenutzungskonzept Steinabbau“ getrocknet war, vergaben das Stadtoberhaupt und Sabine Leitner als Fachbereichsleiterin Technische Dienste den Auftrag für die Durchführung an das Planungsbüro von Bertram Mestermann. In einem auf gut zwei Jahre angesetzten „Planungsprozess“ sollen am Ende „gemeinsame Entwicklungsziele“ für die Steinbrüche nach Beendigung der Abbautätigkeit stehen. Kostenpunkt alleine für diesen Weg: mehr als 800 000 Euro.

Dass diese Unterschriften und das Projekt nicht nur „etwas ganz Tolles“ (Sabine Leitner), sondern auch etwas zukunftsträchtiges ist, dokumentierte Westkalk als eines der beteiligten Steinbruchunternehmen: Mit Verena Adler und Marius Risse hatten Franz-Bernd Köster und Raymund Risse die nächste Führungsgeneration mit in den Rathaus-Sitzungssaal zur Unterzeichnung des Vertrages mitgebracht. Dort noch als Zuschauer, zukünftig bei der Umsetzung des Folgenutzungskonzeptes dann irgendwann als Verantwortliche.

Neben den beiden Westkalk-Vertretern setzen mit Martin Wollschläger (HeidelbergCement), Per Wasner (Calcis Warstein) und Peter Himmelsbach (Warsteiner Brauerei) weitere Firmenvertreter ihre Unterschriften auf die zehn Vertragsexemplare. Weitere Beteiligte und damit auch anteilige Kostenträger des Projektes sind neben der Stadt (Bürgermeister Dr. Thomas Schöne) und den Stadtwerken (Matthias Seipel) auch das Lörmecke-Wasserwerk (Holger Hellemeier), die Initiative Trinkwasser (Dieter Fromme), der BUND (Alfons Knop) sowie der Deutsche Alpenverein (Joachim Fischer).

Sabine Leitner freute sich, dass man nach vielen internen und öffentlichen Sitzungen und einem einstimmigen Votum aus der Politik nun gemeinsam etwas auf den Weg bringen könne. Für Dr. Thomas Schöne war es eine „entscheidende Wegmarke für unsere Stadt“, auf die man „viele, viele Jahrzehnte“ gewartet habe. Darauf könnten alle Beteiligten – trotz ihrer Unterschiedlichkeit in Sachfragen – stolz sein, denn „nur so können wir etwas bewegen. Es geht nur, wenn wir es gemeinsam machen“.

Der Planungsprozess für das Folgenutzungskonzept wird ab sofort unter der Federführung des Büros Mestermann aus Hirschberg in Zusammenarbeit mit dem Büro Stelzig/Enderle (Soest/Bielefeld) in den nächsten anderthalb bis zwei Jahren erfolgen. Sie übernehmen die fachliche Begleitung, die Steuerung des Prozesses, die Ausarbeitung des Konzeptes als Handlungsrahmen sowie die Moderation – natürlich unter Einbeziehung aller Beteiligten („integrativer, dialogorientierter Planungsansatz“): in einem großen Arbeitskreis, einem kleinen Arbeitskreis als Fachgremium sowie in politischen Gremien als Legitimations-Ebene.

Allerdings hat das Folgenutzungskonzept für die Steinabbaubereiche erstmal nur „informellen Charakter“ und „keine rechtliche Bindungswirkung“, wie Sabine Leitner erklärte. Die erarbeiteten Planungsaussagen müssten dann „rechtlich abgesichert werden, zum Beispiel durch Bauleitpläne, Verträge, Genehmigungen“.

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