Über 30 Besucher

Repair Café in LWL-Werkstatt in Warstein erlebt „unglaubliche“ Premiere

Alle Hände voll zu tun hatten die Handwerker bei der Premiere des Repair Cafés.
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Alle Hände voll zu tun hatten die Handwerker bei der Premiere des Repair Cafés.

Premiere für das Repair Café, das die Gruppe „Wir für Warstein“ gemeinsam mit Stadtmarketing und Landschaftsverband Westfalen-Lippe organisiert haben: Über 30 Besucher trugen sich am Mittwochnachmittag in die Besucherliste ein.

Warstein – Schon vor der Premiere war verabredet worden, dass die Beteiligten am Repair Café im Anschluss an die Öffnungszeit Bilanz ziehen wollten. Sie fiel außerordentlich zufrieden aus, denn was die Handwerker und eine Handwerkerin erlebten, war „unglaublich“, wie Doris Gerntke-Ehrenstein befand die frühere Leiterin des LWL-Wohnverbundes. Sie gehört zur Wir für Warstein-Gruppe (WfW), die gemeinsam mit Stadtmarketing und LWL das Angebot auf die Beine gestellt hat. In den ersten 40 Minuten nach der Öffnung um 15 Uhr hatten sich bei WfW-Aktivistin Beate Risse über 30 Besucher in die obligatorische Erfassungsliste eingetragen. Wegen Corona ist dies erforderlich neben dem Mund-Nase-Schutz und der Desinfizierung der Hände. Alle klappte reibungslos. Auch zur Freude von Stadtmarketingleiter Jeroen Tepas, der mit seinen beiden Kindern gekommen war, den die großartige Annahme begeisterte.

Egbert Risse brachte eine alte Nähmaschine wieder ans Laufen.

Nicht alle, aber viele Besucher hatten dann auch gleich erste Aufträge mitgebracht. Zum Beispiel für Horst Stallmeister, wohl der „Urvater“ des Warsteiner Repair Cafés. Denn er hatte hauptberuflich 30 Jahre lang die Arbeitstherapie-Werkstatt des LWL-Wohnverbundes geleitet und nach seinem Ausscheiden einmal monatlich in den gleichen Räumen das Reparatur-Angebot aufrecht erhalten. Was so einige Jahre lang Insidern bekannt war, stieß nun in die breite Öffentlichkeit. Gleich mit einem Erfolgserlebnis: Er reparierte im Beisein der Besitzerin eine Schreibtischleuchte, die sonst im Elektroschrott gelandet wäre. Werterhalt: 20 Euro, Kosten für die Reparatur null Euro, weil Horst Stallmeister den defekten Schalter wieder hinbekam.

Die Organisatoren trommeln noch dafür, aber auf allen Tischen, an denen gearbeitet wird, stehen Sparschweine für ein kleines Dankeschön. „Wir freuen uns über kleine Spenden“, sagte Doris Gerntke-Ehrenstein.

So ein Sparschwein stand auch bei Egbert Risse, der eine Nähmaschine wieder ans Laufen brachte. Gleich drei solcher Maschinen waren am ersten Repair Café-Tag gebracht worden. In der anderen Ecke des Raumes erledigte Peter Grewe einen gleichgearteten Auftrag – gemeinsam mit der Besitzerin, denn eigentlich sollen die Kunden unter Anleitung der Fachleute die Reparaturen selbst ausführen.

Das klappt nicht immer, wie der Ruf von Elisabeth Frohne-Kuhle (WfW) zeigte. „Egbert, es gibt hier was zu kleben“, lautete ihr Ruf Richtung Egbert Risse, der aber erst einmal den begonnenen Auftrag zu Ende brachte.

Im nächsten Raum machte sich Siegfried Schenuit mit Präzisionswerkzeug an einem Autoradio zu schaffen, das er für Nadine Hunziker und Michael Stickling „retten“ sollte. Die Vermutung, dass Feuchtigkeit eingedrungen war, bestätigte sich nicht. Das Radio lief aus einem anderen Grund nicht, aus welchem, ließ sich gestern aber nicht feststellen. Dazu fehlte ihm ein spezielles Messgerät. Kann er das Autoradio reparieren, hat Nadine Hunziker einen Werterhalt in Höhe von 270 Euro. Das wird sich später herausstellen, der Elektrotechniker hat das Messgerät zu Hause und wird das Paar später informieren, ob er helfen kann. Oder sie warten bis zum nächsten Repair Café – Mittwoch am 4. November in der Lindenstraße.

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