Warstein-Niederbergheim

Mann stirbt nach schwerem Unfall im Wald - Retter kämpften lange um sein Leben

Der Rettungshubschrauber landete auf einer kahlen Waldfläche.
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Der Rettungshubschrauber landete auf einer kahlen Waldfläche.

Traurige Nachricht nach dem schweren Unfall im Wald bei Warstein-Niederbergheim. Der Radfahrer, um dessen Leben die Rettungskräfte so intensiv gekämpft hatten, ist tot.

Warstein-Niederbergheim - „Ein 58-jähriger Mann aus den Niederlanden war am Sonntagnachmittag (27. März) mit seinem Mountainbike im Wald bei Niederbergheim gestürzt. Dabei hatte er sich schwer verletzt. Aufgrund seiner Verletzungen verstarb der Mann am Donnerstag in einer Klinik“, berichtete Polizeisprecher Holger Rehbock am Freitag.

Rückblick: Es war das schreckliche Ende eines Wochenend-Ausfluges. Ein 58-jähriger Radfahrer aus den Niederlanden stürzte im Arnsberger Wald bei Niederbergheim so schwer, dass er vor Ort. reanimiert werden musste.

Nach ersten Erkenntnissen war er mit weiteren Radfahrern vom Campingplatz Wannetal, wo er mit seiner Frau urlaubte, mit seinem E-Bike zu der Radtour aufgebrochen. Rund 700 Meter Luftlinie vom Campingplatz entfernt kam es auf einem Waldweg zu dem folgenschweren Sturz. Gegen 15.15 Uhr ging der Notruf in der Soester Rettungsleitstelle ein. Glücklicherweise, so Donat Ahle, Leiter der Feuerwehr Warstein, habe der Anrufer eine sehr genaue Beschreibung des Unfallortes machen können.

Donat Ahle, Leiter der Feuerwehr, lobte die starke Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Die Rettungsleitstelle in Soest hatte sofort nach der Alarmierung telefonischen Kontakt zu Donat Ahle aufgenommen und sich erkundigt, ob er wisse, wo der Einsatzort liegt. „Wir wussten sofort, wo die Einsatzstelle lag“, berichtete Donat Ahle, der die Stelle durch zahlreiche Spaziergänge gut kannte.

Zudem gab es frühzeitig über die Leitstelle die Information, dass ein Ersthelfer sich als Einweiser an der nächstgelegenen Straße postiert hatte. „So konnte die Unfallstelle sehr zügig gefunden werden“, betonte Ahle. Und noch ein weiterer glücklicher Umstand spielte eine entscheidende Rolle: Denn erst am Freitag hatte Ahle seinen Kommandowagen mit einem Defibrillator ausgestattet - „jetzt kam er zum Einsatz.“

Unfall im Arnsberger Wald: Einsatzkräfte reanimieren 30 Minuten lang

30 Minuten lang kämpften die Einsatzkräfte in der prallen Sonne um das Leben des Radfahrers. Die Reanimation hatte zunächst Erfolg. „Das war ein sehr, sehr gutes Zusammenspiel von den Kräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes“, unterstrich Donat Ahle. „Mehr ging nicht - wir haben alles getan, was in unserer Macht stand.“ Während die Retter den Mann reanimierten, landete der Rettungshubschrauber „Christoph 8“ aus Lünen an einer kahlen Waldstelle, unweit vom Unglücksort entfernt.

Die Löschgruppen Allagen und Hirschberg der Feuerwehr Warstein waren im Einsatz.

Da der Zustand des Patienten jedoch für einen Transport im Hubschrauber zu kritisch gewesen sei, wurde er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Soest gebracht. Nach Angaben der Polizei habe sich der Niederländer schwere Verletzungen an der Halswirbelsäule zugezogen. Er schwebte auch nach seiner Rettung in akuter Lebensgefahr. Vier Tage später verlor er den Kampf gegen den Tod.

Die Frau des Verletzten wurde von der Notfallseelsorge betreut. Die Polizei führte mithilfe einer Drohne eine detaillierte Unfallaufnahme durch. Nach rund anderthalb Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

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