Flashmob auf dem Wilkeplatz

Über 200 dankbare Mütter verabschieden Dr. Heiner Hölting in den Ruhestand

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Über 200 dankbare Mütter – und auch Väter – waren teilweise mit ihren Kindern gekommen, um Dr. Heiner Hölting in den Ruhestand zu verabschieden.

Belecke – Am Anfang war es „nur so eine Idee“, ein kleiner Aufruf in der WhatsApp-Gruppe. „Wäre es nicht cool, sich von Dr. Hölting in besonderer Art zu verabschieden und für die ganz besonders gute Betreuung während unserer Schwangerschaften zu bedanken? Fragen wir einmal, wer mitmachen will“, so dachten sich die Freundinnen Nina Pfeiffer und Sabine Herting in der vergangenen Woche.

Die „kleine“ Nachricht wurde zum Lauffeuer und sorgte gestern Abend vor der Praxis auf dem Wilkeplatz für eine heimliche „Massendemonstration“. Über 200 dankbare Mütter – und auch Väter – hatten sich versammelt. Viele der insgesamt 7000 Kinder, die der beliebte Gynäkologe in seiner gut 30-jährigen Arbeitszeit auf die Welt geholfen hatte, waren ebenfalls dabei. Und alle, auch das eingeweihte Praxisteam und die Familie, hatten „dicht gehalten“. Damit stand der Abschieds-Überraschung nichts mehr im Wege.

„Pssst“ deuteten die Arzthelferinnen den ungeduldig Wartenden an und lotsten den „Fast-Pensionär“, der am heutigen Freitag seinen allerletzten Arbeitstag hat, unter einem Vorwand ins Wartezimmer.

Beim Anblick von hunderten Pappschildern mit Vornamen und Dankes-Botschaften seiner ehemaligen Patientinnen, schlug Heiner Hölting im wahrsten Sinne die Hände über seinem Kopf zusammen. „Ihr seid ja irre – ich bin völlig fertig“, rief er den kräftig Applaudierenden zu. Die waren bei seinem Anblick – ein paar Tränchen der Rührung kullerten schnell – mindestens ebenso ergriffen und prompt kam die Antwort von unten: „Wir müssen auch heulen! Danke für alles!“

In Begleitung des gesamten Praxisteams und seiner Familie eilte Hölting dann schnell hinunter und wurde erneut mit einem begeisterten Applaus begrüßt und anschließend mit einer Vielzahl herzlicher, sehr persönlicher Worte und liebevoll-freundschaftlicher Umarmungen verabschiedet.

„Er war ein ganz besonderer Arzt. Unglaublich menschlich und fürsorglich“, bedauerten etwa Heike Sprenger und Monika Schulte-Risse den beginnenden Ruhestand Höltings. „Du hattest immer das Gefühl dass er ganz bei dir ist“, stimmt Senta Meiners-Itoff zu, und auch Catharina Cramer und Yvonne Schöne schlossen sich der Meinung an: „Man fühlte sich stets in guten Händen – Dr. Höting verfügte über eine immense Ruhe, auch in Ausnahmesituationen. Er hatte immer das Beste für Mutter und Kind veranlasst und stand dabei stets verantwortungsvoll zu seinen Entscheidungen.“

Ein, zwei Tränen der Rührung wischte sich auch Organisatorin Nina Pfeiffer von der Wange: „Das war so schön zu sehen, wie viel Herzlichkeit hier auf beiden Seiten herrschte.“

Leider musste jedoch Mitorganisatorin Sabine Herting auf diesen Live-Moment verzichten – nach einem abschließenden Besuch am Montag in der Höltingschen Praxis brachte sie am Dienstag in Lippstadt Söhnchen Milan zur Welt.

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