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Über 250 Warsteiner bekunden ihre Solidarität mit der Ukraine

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Von: Jens Hippe

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Über 250 Warsteiner waren am Montagnachmittag auf den Marktplatz gekommen, um sich für das Ende des Angriffskrieg in der Ukraine einzusetzen.
Über 250 Warsteiner waren am Montagnachmittag auf den Marktplatz gekommen, um sich für das Ende des Angriffskriegs in der Ukraine einzusetzen. © Hippe, Jens

Über 250 Warsteiner bekundeten am Montagnachmittag bei einer Mahnwache auf dem Marktplatz ihre Solidarität mit der Ukraine. Eingeladen hatten alle im Rat der Stadt Warstein vertretenen Parteien.

Warstein – Es ist Viertel vor Fünf, noch sind nur wenige Menschen auf dem Marktplatz. Aber es sind ja auch noch fünfzehn Minuten bis zum Beginn der Mahnwache gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Doch ein erstes Plakat ist schon zu sehen. „Stop War“ mit einem blauen Friedenszeichen auf gelber Pappe – die Nationalfarben der Ukraine. Gemacht hat das Schild der zwölfjährige David.

Nach und nach füllt sich der Platz zwischen dem Rathaus und der St. Pankratiuskirche. Kerzen werden angezündet und rund um die ukrainische und die europäische Flagge auf den Rathaustreppen, die Andreas Goesmann, Mitorganisator der Mahnwache dort hingelegt hat, platziert. Auch von den Jüngsten wie Elisa und Mona aus Warstein.

Und das Blau und das Gelb der Ukraine werden immer sichtbarer. So auf den FFP2-Masken und den Schildern von Ivonne Henke und Sohn Jakob. Der Löschzug Warsteiner der Freiwilligen Feuerwehr zeigt Flagge. Und nach Einbruch der Dunkelheit leuchtet auch das Rathaus in den Farben des Landes, das sich den Angriffen von Putins Armee tapfer erwehrt.

Als Bürgermeister Thomas Schöne um 17 Uhr von der Rathaustreppe die Menschen begrüßt, freut er sich, „dass so viele gekommen sind“. Über 250 Teilnehmer sind es nach Schätzung der Polizei.

Gemeinsam mit Vertretern aller Parteien steht Schöne vor dem Rathaus, denn es ist eine überparteiliche Aktion, angestoßen von Volkert Bahrenberg, der wegen einer Erkrankung selbst nicht vor Ort sein konnte. „Das ist ein Thema, das sich nicht für parteipolitische Streitereien eignet“, stellt der Bürgermeister die Einigkeit der Warsteiner Politik heraus. Und Schöne macht deutlich, dass die Stadt Warstein vorbereitet ist auf zu erwartende Flüchtlinge aus der Ukraine. Kurz zuvor hatte noch der städtische Krisenstab zu diesem Thema getagt: „Wir wollen unsere Arme, Hände und Herzen öffnen für unsere europäischen Freunde aus der Ukraine – wir stehen parat.“

Die Reden sind an diesem Tag knapp gehalten. Auf Thomas Schöne folgt nur noch Andreas Goesmann, der Moderation und Organisation von Bahrenberg übernommen hat. Auch er ist beeindruckt, wie viele Menschen zur Mahnwache gekommen sind und sagt: „Vor zwei Wochen war die Welt noch in Ordnung. Wir wollen diesen Krieg nicht, dieser Krieg muss sofort beendet werden.“ Dann ist der offizielle Teil bereits beendet.

Für Heike Sina kommt das Ende überraschend schnell, aber auch in der kurzen Zeit hat sie ihr Anliegen deutlich gemacht. „Ich möchte Solidarität mit der Ukraine zeigen und gegen den Krieg und für den Frieden demonstrieren“, sagt sie und unterstreicht das mit ihrem blau-gelben Schild mit Friedenstaube und der Aufforderung „No War“.

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