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Trinkwasser aus neuem Hochbehälter für Suttrop

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Von: Jens Hippe

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Einweihung des neuen Hochbehälters: Mit der 1,2 Millionen Euro werden Suttrop und Teile Beleckes mit Trinkwasser versorgt.
Einweihung des neuen Hochbehälters: Mit der 1,2 Millionen Euro-Investition werden Suttrop und Teile Beleckes mit Trinkwasser versorgt. © Hippe, Jens

Wasser marsch – mit einem Dreh am Handrad durch Suttrops Ortsvorsteher Udo Koerdt ist am Dienstagvormittag der neue Trinkwasserhochbehälter in Suttrop in Betrieb genommen worden. Aus ihm werden Suttrop sowie Teile von Belecke mit Wasser versorgt. „Das ist ein weiterer Baustein des neuen Wasserversorgungskonzeptes“, freute sich Stadtwerke-leiter Matthias Seipel über die Inbetriebnahme des Hochbehälters, dessen Baukosten bei etwa 1,2 Millionen Euro liegen. In die Freude stimmte auch Stefan Redder, 1. Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Warstein, mit ein, denn: „Jetzt sind die Millionenausgaben endlich zu Ende.“

Suttrop – Die Planungen für den Neubau waren bereits 2016 angestoßen worden, im Oktober 2018 war der außer Betrieb stehende Hochbehälter aus dem Jahr 1941 abgerissen worden. Im Juli 2020 hatten die Arbeiten am neuen Behälter begonnen, den die Firma Herzog Bau aus Tüttleben als Generalunternehmer in Fertigteilbauweise errichtet hat. Eine Bauunterbrechung hatte es gegeben, „weil wir mal wieder einen Winter hatten“, berichtete Heinz Müller von den Stadtwerken schmunzelnd. Seit dem Frühjahr habe man aber weiterbauen können und sei auch nicht von Lieferschwierigkeiten beeinträchtigt worden. Nun habe man „ein tolles Produkt“, das „läuft und funktioniert“, so Heinz Müller.

Im Unterschied zu seinem Vorgänger aus dem Jahr 1971 verfügt der neue Hochbehälter über zwei Kammern mit je 300 Kubikmetern Fassungsvermögen. „Das ist besser für die Reinigung“, beschreibt Wassermeister Dennis Marx einen der Vorteile dieses Systems. Sollte es irgendwann einen erhöhten Wasserbedarf geben, „können wir jederzeit eine dritte Kammer anbauen“, erklärte Heinz Müller. In absehbarer Zeit sei dies aber wohl nicht nötig, jetzt sei man „für die nächsten 40 bis 50 Jahre gut aufgestellt“.

Neu ist auch eine Druckerhöhungsstation, die die Versorgung von zwei oberhalb des Behälters liegenden Häuser im Plaßkamp sichert. „Wir sind auf dem neuesten Stand der Technik“, ist sich Dennis Marx sicher, zumal auch zum ersten Mal eine Lüftungsanlage in einen Hochbehälter in der Stadt Warstein eingebaut wurde.

Bis auf kleiner Arbeiten sind die Tätigkeiten am Hochbehälter für dieses Jahr nun abgeschlossen. Im Frühjahr 2022 soll es auf dem Gelände weitergehen mit dem Abriss des gut 50 Jahre alten, bislang für die Versorgung Suttrops dienenden Hochbehälters. Der Betriebshof wird anschließend das Areal einzäunen und bepflanzen.

„Die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen war hervorragend“, bedankte sich Heinz Müller bei deren Mitarbeitern, aber auch bei denen der Stadtwerke. „Jeder Einzelne hat dazu beigetragen, dass die Wasserversorgung im Bereich des neuen Hochbehälters auf Dauer gesichert ist. Auch den Bürgerinnen und Bürgern, und hier insbesondere den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern, die immer Verständnis für notwendige Straßensperrungen und Beeinträchtigungen oder Behinderungen während der Baumaßnahmen aufgebracht haben, sprechen wir unseren Dank aus“, ergänzte er.

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