Treff im Haus Dassel größter Wunsch des Ortsvorstehers

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Gerald Wege.

Allagen - Ortsvorsteher Gerald Wege verfolgt gemeinsam mit den Allagener Karnevalisten das Ziel, im Haus Dassel in diesem Jahr einen Dorfgemeinschaftsraum einzurichten.

„Wir haben keine Kneipe mehr im Dorf“, bringt es der Ortsvorsteher auf den Punkt. Nach Karneval 2016 war für das „Don Camillo“ an der Kirche Schluss. Zwar gibt es oberhalb des Dasselparks das Landhotel Püster, aber Kneipenbetrieb passt nicht zum Anspruch des Traditionshauses. 

So verfolgt Gerald Wege gemeinsam mit den VAK-Karnevalisten die Idee, im Haus Dassel in diesem Jahr einen Dorfgemeinschaftsraum einzurichten, der durch seine günstige Lage zu einem idealen Anlaufpunkt für die Vereine werden zu können. 

Der alte Tanzsaal bietet sich aus seiner Sicht dafür an. Toiletten sind vorhanden, müssten allerdings modernisiert werden. Dass gleichzeitig das Haus Dassel mit seiner heimatkundlichen Sammlung aber auch der früher äußerst reizvolle Dasselpark davon profitieren könnten, ist seine große Hoffnung. Überdies läuft der Möhnetal-Radweg direkt am Haus Dassel vorbei und dieser bringt in der schönen Jahreszeit jede Menge Menschen, zum Teil von weither, in den Ort. Kein Wunder. Die Kaiserroute hat sich als Radweg zwischen Paderborn und Aachen einen guten Ruf erworben. Gerald Wege, der im alten Feuerwehrhaus seinen Schreibtisch direkt an der Trasse hat, begegnet den Radfahrern immer wieder. „Sie fragen oft nach, ob wir ihnen Wasser zum Trinken geben können“, erzählt der Ortsvorsteher. Dabei fragt er natürlich, von wo die Radler kommen und ist immer wieder über das große Einzugsgebiet überrascht.

Auch wegen dieser Lage am Radweg sieht er das Haus Dassel für solch einen Raum prädestiniert – und möchte dieses Projekt gern der Jury des Dorfwettbewerbs vorstellen, wenn sie im Juni kommt, um Allagen zu bewerten. „Wir haben uns ganz bewusst angemeldet, weil wir nach vorne schauen. Bei uns geht es steil bergauf, hier wird viel angepackt“, so sein Eindruck. Und er glaubt, die Motivation seiner Mitbürger in die Waagschale werfen zu können.

Diese spielt auch bei einem anderen Projekt eine Rolle, von dem sich der Ortsvorsteher einen großen Attraktivitätsgewinn verspricht, auch wenn zu seiner Freude Aktivisten aus Reihen des Initiativkreis am Ball sind. Ein „Skywalk“ oberhalb der geologisch spannenden Möhnetal-Bruchkante könnte Highlight eines Rundwanderweges werden. Überhaupt lobt Gerald Wege die vielen guten Ideen der Initiativkreis-Macher, wie etwa das gemeinsame Dorffrühstück kürzlich.

Überhaupt findet Gerald Wege, dass Allagen als Wohnort attraktiv ist mit seiner verkehrsgünstigen Wohnlage und der Anbindung ans Nahversorgungszentrum in Sichtigvor. Im Ortskern gebe es noch den wichtigen Dorfladen und weitere Geschäfte – wie auch an der Möhnestraße. Was das Kirchliche angeht, wohnt in Allagen sogar noch ein Pastor. „Er ist umgänglich und angenehm“, so Wege. Allagen hat eine Schule und zwei Kindergärten und ist aus seiner Sicht mit diesen wichtigen Grundlagen für die Zukunft gerüstet.

Dazu gehört heute die gute Versorgung mit Internet. Im Februar wird sich entscheiden, ob Allagen bei der Förderung für schnelles Internet dabei ist. „Für junge Leute ist das extrem wichtig, sogar bei der Wahl des Wohnortes“, weiß Wege. Im günstigsten Fall rollen noch in diesem Jahr die Bagger an.

Allagen ist bekannt für reges Vereinsleben. So ist die große Schützenbruderschaft als Betreiberin der Möhnetalhalle ein Pfund. Der Ortsvorsteher selbst ist als Elferratsmitglied aktiver Karnevalist und freut sich, dass die VAK erstmals beim Rosenmontagsumzug in Belecke mit eigenem Wagen vertreten ist – ein gutes Zeichen für das Miteinander auf Stadtebene.

„Gut aufgestellt und gut vernetzt“, sieht Wege seinen Ort. Das gilt auch für den Widerstand gegen den Mega-Windpark im Wald, den er unterstützt. Manpower ist auch hier das Gebot der Stunde. Davon gibt´s im Möhnetal eine ganze Menge.

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