Annika Menkes Hauskaninchen starben innerhalb kürzester Zeit an RHD-Virus

Tödliche Krankheit aus dem Strohballen

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Im Strohballen lauerte das tödliche Virus. Annika Menke stellt aber fest: „Den Bauern trifft überhaupt keine Schuld. Das konnte er nicht wissen.“

Allagen - Etwa 20 Hauskaninchen hat Annika Menke seit ihrem 10. Lebensjahr besessen, doch das hat gestern ein jähes Ende gefunden. Innerhalb von sechs Tagen hat sie ihre letzten sechs Mümmelmänner verloren, sie starben an der Chinaseuche RHD.

Die Ursache steht fest: „Ich habe am Mittwoch den Stall sauber gemacht und neues Stroh verteilt. Am Donnerstag lag das erste Tier tot im Stall“. Da wusste die 31-jährige Allagenerin noch nicht, dass die Ursache in dem neuen Stroh lag, von dem sie drei Ballen bei einem Bauern geholt hatte. Am Freitag starb das nächste Tier, und als am Samstag noch eines verschied, fuhr Annike Menke mit den verbliebenen drei vier Jahre alten Kaninchen zum Tierarzt, nachdem der ihr am Telefon schon seine Diagnose RHD gestellt hatte. 

Denn es bestand eine Chance, durch eine nachträgliche Impfung die verbliebenen Tiere zu retten. Eines starb noch auf dem Weg in die Praxis, die beiden letzten folgten ihm an den nächsten beiden Tagen: Die Impfe hatte nichts mehr genutzt. „Der Virus wirkt ganz schnell tödlich“, weiß Annika Menke jetzt. Er stammte aus dem Stroh, das durch Ausscheidungen von Wildkaninchen verschmutzt war, die gegen RHD immun sind. Bei infizierten Hauskaninchen indes bricht die tödliche Krankheit zwischen 12 und 36 Stunden aus. 

„Es war das erste Mal, dass mir das in 21 Jahren passiert ist“, meint Annika Menke, die ihren Stall jetzt nicht mehr besetzen will. Ihr liegt aber daran, Aufmerksamkeit zu erwirken, denn: „Man kann junge Kaninchen impfen lassen, um sie vor einer Infektion mit RHD zu schützen“.

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