400 Teilnehmer bei der ersten gemeinsamen Fronleichnamsprozession

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Von der St. Pankratius-Kirche aus ging die Fronleichnamsprozession die Bilsteinstraße hoch zur ersten Station auf dem Friedhof.

Warstein -  „Eine tolle Veranstaltung“ und eine „sehr schöne Atmosphäre“ lobte Pastoralverbundsleiter Thomas Wulf am Tag danach. Doch auch wenn die erste gemeinsame Fronleichnamsprozession der Kirchengemeinden aus Warstein, Suttrop und Hirschberg mit rund 400 Teilnehmern eine gelungene Premiere war, ein Wermutstropfen mischte sich ins positive Fazit: „Es hätte mich gefreut, wenn die Beteiligung aus den Ortschaften – die Kommunionkinder, Schützen und offiziellen Abordnungen ausgenommen – noch größer gewesen wäre“, so der Pastor gestern.

Pastor Thomas Wulf zeigte sich in seiner Predigt erfreut, dass es nach viel Vorbereitungszeit gelungen war, zum ersten Mal eine gemeinsame Fronleichnamsprozession in der Mitte des Pastoralverbundes in einem „feierlichen und würdigen Rahmen“ mit einer Messe unter freiem Himmel abzuhalten – „das Wetter spielt auch mit“. Und so ging angesichts der optimalen Voraussetzungen ein „herzliches Dankeschön“ an alle Beteiligten.

1. gemeinsame Fronleichnamsprozession im Pastoralverbund Warstein

Wie wichtig dieser Tag für die Kirche, für die Gemeinde, für die Christen sei, erläuterte der Dechant in seiner Predigt im Rahmen der Eucharistiefeier. Gesunde Ernährung nehme einen „hohen Stellenwert“ ein, Bio- und vegane Produkte, Kochshows auf allen Fernsehkanälen, das große Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln – „genießen ist zum Lebensinhalt geworden“, so Wulf. Doch auch die „geistige Nahrung“ dürfe in einer auch durch neue Medien „spirituell und religiös bunt gewordenen Landschaft“ nicht vergessen werden. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, der Mensch brauche auch etwas, was ihn, was Herz und Seele erfülle. Der Verweis auf „unser tägliches Brot“ habe eine andere Speise gemeint: „Brot für die Seele.“ Auch wenn gesunde Ernährung wichtig sei, „auf diese Speise sollten wir nicht verzichten“.

Mit diesem „unscheinbaren Stück Brot“ in der Monstranz zogen die rund 400 Prozessionsteilnehmer nach der rund einstündigen Hl. Messe durch den Ort – „ein starkes Zeichen“, so Pastor Wulf, zumal erstmals gemeinsam. Zudem solle diese gemeinsame Aktion auch verdeutlichen, „wir wollen mitgestalten, nicht zurückgezogen bleiben in der Kirche“. Man müsse sich „auf den Weg machen“, schließlich sei das Wort Prozession ja auch aus dem lateinischen Wort procedere, also voranschreiten abgeleitet. Man dürfe auch als Kirche „nicht auf der Stelle treten, müsse „auch mal was Neues wagen wie diesen gemeinsamen Fronleichnamstag“. Natürlich müsse man nach dem Ausprobieren von Neuem auch „überlegen, ist das angemessen“. Gleichwohl dürfe man dabei natürlich auch den „wichtigen Auftrag der Gemeinde“ nicht aus dem Blick verlieren: „Christus hoch halten“, denn „er ist die Mitte“. Und ihn trug man dann symbolisch in die Gemeinde, an Orte des alltäglichen Lebens: Mit der Monstranz in der Mitte – abwechselnd getragen vom Seelsorgerteam des Pastoralverbundes – ging es auf den rund zweistündigen Prozessionsweg mit vier Stationen auf dem Friedhof, am DRK-Seniorenheim, an der Alten Kirche sowie an Ungern Kreuz in der Dieplohstraße mit dem feierlichen Abschluss mit Te deum in der Pfarrkirche.

Beendet war die gemeinsame Prozession damit aber noch nicht: Zum gemütlichen Abschluss gab es Bratwurst, Bier und geselliges Beisammensein am Gemeindezentrum St. Pankratius – „auch das gehört dazu“, so Pastor Thomas Wulf. Eine Reflektion über die erste gemeinsame Prozession soll nun im Pastoralverbundsrat erfolgen, der werde dann auch entscheiden, was man im nächsten Jahr machen werde.

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