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Einblicke ins Europa-Gymnasium: Mal explosiv, mal anziehend, mal zauberhaft...

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Von: Christian Clewing

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Anschaulicher und explosiver Erdkunde-Unterricht: Mit Backpulver, Wasser, Essig, Lebensmittelfarbe und Spülmittel wurde von den Viertklässlern beim Tag der offenen Tür im Europa-Gymnasium ein Vulkanausbruch simuliert.
Anschaulicher und explosiver Erdkunde-Unterricht: Mit Backpulver, Wasser, Essig, Lebensmittelfarbe und Spülmittel wurde von den Viertklässlern beim Tag der offenen Tür im Europa-Gymnasium ein Vulkanausbruch simuliert. © Elmira Clewing

„ Die sind hier eigentlich alle ganz nett“, haben Jule Bittner, Finja Patzelt und Simon Windmüller in ihren ersten Monaten am Europa-Gymnasium Warstein festgestellt. Und daher konnten die Fünftklässler bei der Begrüßung der vielen Mädchen und Jungen aus den vierten Klassen in Begleitung ihrer Eltern zum Tag der offenen Tür schnell Entwarnung geben: „Im letzten Jahr saßen wir noch da unten und waren super aufgeregt“, gestand das Moderatoren-Trio auf der Bühne ein, „das muss man aber nicht...“ Was dieser große Schritt in der Laufbahn hin zur weiterführenden Schule bedeutet, das bekamen Kinder ebenso wie Eltern am Samstag in der gut vierstündigen Infoveranstaltung umfassend präsentiert – mal explosiv, mal märchenhaft, mal farbenfroh, mal sportlich, mal anziehend...

Warstein - Das Forum proppenvoll, dazu Gedränge auch in der Eingangshalle: Der Andrang war groß am Samstagvormittag zum Tag der offenen Tür für die Grundschüler. Der startete traditionell lautstark und musikalisch, denn die Bläserklassen unter der Leitung von Marie Becker gaben einen Einblick in ihr Können. Aktuell lernen in den Klassen 5 bis 7 72 Mädchen und Jungen neben dem normalen Unterricht zusätzlich noch das Spielen eines Instruments. Was die Nachwuchsmusiker können, werden sie zusammen mit Solisten, dem Schulorchester und dem Schulchor, der die Infoveranstaltung ebenfalls begleitete, am Donnerstag, 15. Dezember, ab 18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr) im Forum des Gymnasiums beim Weihnachtskonzert zu Gehör bringen. Fachwissen in ganz anderer Richtung war beim Märchenquiz gefragt: Sowohl bei der Beantwortung der Fragen als auch bei der Pantomime-Raterunde hatten die Viertklässler gegenüber dem Schulleiter die Nase vorn und sicherten sich gemeinsam mit 5:1-Punkten den Titel „Märchenkönig/in“. „Es tut uns leid, Herr Belecke, das müssen Sie wohl noch mal nacharbeiten“, lautetet der Tipp der Moderatoren für den Schulchef. Der nahm es mit Humor und leitete über zu den Schulrundgängen und kleinen Unterrichtseinheiten, bei denen er Kindern wie Eltern „viel Spaß, viele Erlebnisse und eine schöne Zeit“ wünschte.

Während Lehrerinnen und Lehrer die Eltern durchs Gebäude führten, begleiteten Schülerinnen und Schüler die Viertklässler zu sieben kurzen Unterrichtsaktionen. „Chemische Farbenspiele“ hieß es beispielsweise in der Chemie. „Wir testen hier, wie sich die Farbe von Rotkohlsaft verändert bei der Zugabe von Haushaltschemikalien“, erläuterte Dagmar Wiethoff, die zusammen mit Robin Richter und Katharina Götz sowie Schülerinnen und Schülern aus der EF die Experimente am Ende hin zu allen Regenbogenfarben begleitete. An einer zweiten Station konnte der Bunsenbrenner in Aktion erlebt werden, dort konnten die Kinder selber aus Glasrohren Trinkhalme biegen. Selber bauen war auch in der Physik gefragt, dort wurden Elektromagneten hergestellt. „Je schöner ihr wickelt, desto besser funktioniert er“, war nur einer der Tipps von Physik-Lehrerin Anna Lena Struwe. Nebenan im anderen Physikraum verdeutlichte Ute Freuling mit den „Waschmittelschiffchen“, was es mit der Oberflächenspannung beim Wasser auf sich hat. Einblicke gab es auch in die Biologie unter dem Motto „Der Kampf ums Überleben“ mit Pia Plaar-Legrum, während man sich im Lateinunterricht mit Verena Entian und Barbara Klauke unter dem Motto „Verteidigung gegen die dunklen Künste“ mit Zaubersprüchen und Zauberstäben auf die Spuren von Harry Potter begab. Explosiv wurde es im Erdkundeunterricht von Daniela Bonse: Dort wurde ein selbstgebauter Vulkan zum (schaumigen) Ausbruch gebracht – mit einer Mischung aus Backpulver, Wasser, Essig, Lebensmittelfarbe und Spülmittel. Neben alter Erdgeschichte gab es auch moderne Technik für die Viertklässler: Im Informatikraum gab Doris Sina einen Einblick in die Platinen-Programmierung, die Handhabung des 3D-Druckers und und die iPad-Nutzung. Mit ebensolchen Tablets konnten die Mädchen und Jungen bei der von Sindy Tentrup organisierten „Schnitzeljagd durch die Schule“ auf Entdeckungstour begeben.

Gleich zwei Aufgaben warteten in der Chemie auf die Viertklässler: Das Herstellen von Trinkhalmen aus Glas sowie Farb-Experimente mit Rotkohlsaft
Gleich zwei Aufgaben warteten in der Chemie auf die Viertklässler: Das Herstellen von Trinkhalmen aus Glas sowie Farb-Experimente mit Rotkohlsaft © Elmira Clewing

Neben den Kurzstunden gab es aber noch viel mehr zu entdecken im ganzen Gebäude für die Kinder und Eltern, dazu gehörten unter anderem Informationen zu Skifreizeit, Schüleraustausche, die Sprachangebote, die Streitschlichter, die Schulsanitäter, die DFB-Fussball-AG, das digitale schwarze Brett und den digitalen Stundenplan, die Mensa, den Schulhof und den Spielplatz, die Pausenspielzeuge, die Bücherei Boogle, den Musikunterricht und die Bläserklassen...

Und wenn dann noch Fragen offen waren, standen die Schulleitung mit Bernd Belecke und Silke Gillhaus sowie alle anderen Kollegiums-Mitglieder noch Rede und Antwort – ebenso wie die Vertreter des Fördervereins. Und natürlich fehlte auch die Elternbeteiligung nicht, nach so vielen Informationen und Rundgängen gab es im Elterncafé, betrieben von Eltern aus der Stufe 5, eine Stärkung mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken.

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