Mit neuem Radkonzept

Warstein will Mountainbiker anlocken - 40-km-Strecke im Wald?

In Zukunft sollen mehr Mountainbiker durch den Warsteiner Wald touren.
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In Zukunft sollen mehr Mountainbiker durch den Warsteiner Wald touren.

Die Stadt Warstein will ein neues touristisches Radkonzept auf den Weg bringen. Das teilte Jeroen Tepas vom Stadtmarketing dem Forstausschuss mit. „Unser Ziel dabei ist es, dem Status als fahrradfreundliche Stadt gerecht zu werden“, erklärte Tepas.

Warstein – Man wolle das volle Potenzial Warsteins in Sachen Radtourismus ausschöpfen und in diesem Zuge das Radwegenetz verstärken.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2014 nutzen über 45 Millionen Deutsche das Fahrrad für Ausflüge ohne Übernachtung. Während der Corona-Pandemie können sich sogar 10,7 Millionen einen längeren Urlaub mit dem Fahrrad vorstellen. Von Radwanderungen entlang von Flusstälern über Mountainbike-Touren im Gebirge bis hin zu Rennrad-Touren auf Serpentinenstraßen ist alles dabei – und eben auch in Warstein möglich.

Radtouristische Attraktivität steigern

Vor allem aber will die Stadt Regio-Radler und Mountainbiker ins Sauerland locken. Regio-Radler unternehmen Tagestouren zwischen 35 bis 40 Kilometern Länge und nutzen die örtlichen Einkehrmöglichkeiten. Mountainbiker zeichnen sich nach Einschätzung der Stadt durch eine hohe sportliche Motivation aus und seien ähnlich umweltorientiert wie Wanderer, weshalb von ihnen kein erhöhtes Müllaufkommen zu erwarten sei.

Im Forstausschuss erläuterte Tepas vor allem die Motivation, Mountainbiker nach Warstein zu lotsen, denn der heimische Wald spielt in diesem Konzept eine Hauptrolle. „Wir möchten zur Stärkung der radtouristischen Attraktivität der Stadt und weil der Markt dies verlangt, einige wenige, aber qualitativ gute Mountainbike-Strecken im Wald sowie in Feld und Flur einrichten“, präsentierte er.

Trails sollen Konfliktpotenzial nehmen

Aktuell seien auch ohne vorhandene Strecke viele Mountainbiker im Wald unterwegs, was immer wieder zu Konflikten mit Wanderern führe. Durch speziell ausgewiesene Mountainbike-Routen könne das allerdings vermieden werden. „Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass das viel Konfliktpotenzial nimmt“, meinte Tepas. Die angepeilten Strecken sollen nur im städtischen Wald geplant und touristische, kulturelle sowie topographische Highlights dabei berücksichtigt werden. „Durch die räumliche Besucherlenkung sollen sensible Gebiete geschützt, die Bewirtschaftung des Waldes möglichst wenig gestört und das ‘kreuz und quer-Fahren’ unterbunden werden“, erklärte der Leiter des Stadtmarketings.

Neue Strecken vielleicht schon 2022

Zu Beginn der Planungsphase will die Stadt zunächst einen ersten Entwurf entwickeln, mit dem sie dann an die verschiedenen Interessensgruppen herantritt. Die Entscheidungsträger aus Forst, Landwirtschaft, Tourismus, Naturschutz und Wanderverband sollen dabei genauso einbezogen werden wie die Mountainbiker. „Für die Planung werden wir wahrscheinlich das ganze Jahr brauchen“, schätzte Tepas. „Vielleicht können wir schon 2022 eine Mountainbike-Strecke im Wald ausweisen.“ Die wird aller Voraussicht nach dann eine Länge zwischen 30 und 40 Kilometern haben.

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