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Stadt erhält 3,165 Millionen für Sanierung des Belecker Schwimmbades

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Von: Reinhold Großelohmann

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In die Jahre gekommen ist das Belecker Schwimmbad. Dennoch erfüllt die Anlage im Belecker Schulzentrum eine wichtige Funktion. Nun gibt´s die dringend nötige Finanzspritze für eine Sanierung. © Reinhold Großelohmann

Warstein – Im Endspurt hatte die Stadt Warstein bei einem völlig überzeichneten NRW-Förderprogramm noch das Belecker Schwimmbad angemeldet. Große Hoffnung, den Zuschlag zu bekommen, hatte Stadtwerkeleiter Matthias Seipel im September vergangenen Jahres nicht – und machte auch vor den Mitgliedern der zuständigen Ausschüsse keinen Hehl daraus. Gestern wusste er sein Glück kaum zu fassen. „Das ist ja eine gigantische Nachricht“, sagte er auf Anfrage unserer Zeitung. „Irrsinn, ich bin komplett aus dem Häuschen!“ Der heimische CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Blöming hatte die gute Nachricht an die Presse geschickt.

Warstein soll demnach 3,692 Mio. Euro aus der Städtebauförderung und dem Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“ erhalten. Jörg Blöming schreibt: „Die Mittel waren zum einen für die bauliche Umgestaltung des Lehrschwimmbeckens Belecke zum Klima- und Integrationsbad (KIB) und zum anderen für Neugestaltungsmaßnahmen in der Warsteiner Innenstadt beantragt worden. Diese Maßnahmen umfassen die Sanierung der westlichen Straßenseite der nördlichen Hauptstraße, die Neugestaltung der Fußgänger- und Grünbereiche entlang der Hauptstraße und die Unterstützung privater Baumaßnahmen zur Verbesserung des Stadtbildes. 

Für das Lehrschwimmbecken stehen nach offizieller Übersendung der Bewilligungsbescheide bald 3,165 Millionen Euro zu Verfügung, für die Maßnahmen in der Warsteiner Innenstadt 527 000 Euro. Angesichts der derzeit schwierigen Lage ist die Städtebauförderung ein richtiges und wichtiges Zeichen, dass das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund an der Seite der Kommunen in unserem Land stehen. Mit den Mitteln kann Warstein nun bereits etwas in die Zukunft blicken. Gleichzeitig freue ich mich sehr über die Förderzusagen, weil sie auch ein wichtiges Zeichen an unsere Partner in der Wirtschaft und insbesondere an das Handwerk sind und Perspektiven für die Zeit nach der Corona-Krise eröffnen.“

Dabei war in Warstein zuvor intensiv darüber beraten worden, ob das Belecker Bad oder alternativ das Lehrschwimmbecken Sichtigvor für das Programm angemeldet werden sollte. Beide Bäder sind in etwa dem gleichen schwierigen Zustand und beide haben in etwa einen Sanierungsaufwand von drei Millionen Euro. In einer Abstimmung votierten zwei Fachausschüsse mit großer Mehrheit für Belecke. Dabei war der Standort in Belecke direkt am Schulzentrum für viele das entscheidende Argument. Beide Bäder anzumelden, war der Stadt vom Ministerium abgeraten worden. Nur bei einer Priorisierung habe Warstein überhaupt eine kleine Chance. Allerdings legten sich in der Diskussion sowohl die Politiker als auch die Verwaltung fest, im Falle des unwahrscheinlichen Zuschlags auch dem Sichtigvorer Bad auf absehbare Zeit zu einer Zukunft zu verhelfen.

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