Auftakt für ein neues Wäster-Bild

Spatenstich am Fliegenpark als Auftakt für umfangreiche Renaturierung

Ein wahrlich freudiges Ereignis war der erste Spatenstich für das Wäster-Renaturierungsprojekt am Fliegenpark für (v.l.) Markus Teutenberg, Matthias Seipel, Wilfried Bastert, Birgit Dalhoff, Erwin Koch, Peter Möllers, Witold Chiaravalle und Lisa Bamberg.
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Ein wahrlich freudiges Ereignis war der erste Spatenstich für das Wäster-Renaturierungsprojekt am Fliegenpark für (v.l.) Markus Teutenberg, Matthias Seipel, Wilfried Bastert, Birgit Dalhoff, Erwin Koch, Peter Möllers, Witold Chiaravalle und Lisa Bamberg.

Warstein – Der Bagger wartete schon im Rücken der siebenköpfigen Gesellschaft, aus der Birgit Dalhoff von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Soest, Warsteins Bauausschussvorsitzender Erwin Koch und Stadtwerke-Geschäftsführer Matthias Seipel zum Spaten griffen. Damit taten sie auf dem Gelände für den Neubau des Warsteiner Feuerwehrgerätehauses am Fliegenpark nahe der Bus-Wendeschleife den symbolischen Spatenstich für eine Neuerung, die auf längere Sicht das Gesicht der Wäster zwischen dem Wasserwerk auf dem Stadtwerke-Gelände und dem Bullerteich erheblich verändert.

Die Eingriffe werden im Vergleich zum jetzigen Erscheinungsbild für Bürger und Besucher zum Zungeschnalzen sein, rein technisch gesehen bringen sie mehr Hochwasserschutz und eine bessere Durchlässigkeit für Fische und Wasser-Kleinlebewesen.

Etwa 1,2 Millionen Euro kostet die Gesamtmaßnahme (ohne einen ca. 200 Meter langen Abschnitt im Bereich der jetzigen Feuerwache, der noch extra geplant und finanziert werden muss), 90 Prozent oder gut 1,1 Millionen Euro bekommt die Stadt als Zuschuss.

Am Freitag ging es erst einmal um einen ersten ca. 150 Meter langen Bauabschnitt zwischen Walkemühle und Josefsmühle im Rücken des zukünftigen Feuerwehrgerätehauses, der bis Mai abgeschlossen werden soll. Im Anschluss folgt die Renaturierung ab Walkemühle bis Wasserwerk (ca. 150 Meter) bis Juni/Juli, und dann der Abschnitt Josefswäldchen Richtung Range. 

Für die aktuelle Maßnahme müssen auch einige Bäume gefällt werden, erklärte der in der Stadtverwaltung für die Koordinierung und Betreuung der Projekte zuständige Markus Teutenberg. Die Planung kommt wie bei den vorherigen Wäster-Renaturierungsmaßnahmen aus dem Büro des Wasserbauingenieurs Wolfgang Klein aus Allagen unter Federführung von Lisa Bamberg. 

Sie hatte die Pläne mitgebracht, auf denen zu sehen ist, wie die Böschung hinter dem neuen Feuerwehrgerätehaus mit einer Gabionenmauer und im näheren Umfeld Blocksteinen gestaltet wird. Die Wäster wird hier auf einigen Abschnitten, wo es möglich ist, auf fünf bis sechs Meter verbreitert und zugänglich für die Bürger, die zum Wasser wollen. 

Ähnlich der Renaturierung hinter dem Haus Kupferhammer, wo die Wäster ebenfalls zugänglich ist, einschließlich Trittsteinen im Gewässer. die werden im jetzt in Angriff genommenen Abschnitt ebenfalls platziert.

Wie sich die Veränderungen darstellen, will Markus Teutenberg mit Informationsveranstaltungen für alle Interessierten begleiten. Von Anfang an dabei ist der Angelsportverein Warstein, der mit den Maßnahmen sehr einverstanden ist.

„Wir möchten die Forelle auch bei uns in der Wäster haben. Nicht, dass sie wieder in die Möhne geht“, meinte der 2. Vorsitzende Withold Chiaravalle, der gemeinsam mit Vorsitzendem Peter Möllers am Auftakttermin teilnahm. Für die Fische werden sogenannte Fischtreppen und Gleithilfen eingebaut, „Wenn alle Maßnahmen abgeschlossen sind, dann hat die Wäster ein ganz anderes Gesicht als jetzt zwischen Stütings Mühle und dem Wasserwerk“, sagte Birgit Dalhoff. 

Spannend wird der Umbau im Bereich zwischen Sparkasse und Bullerteich, wo auch der Abriss von Brücken geplant ist, und hinter der jetzigen Feuerwache. Dort wird die Wäster unter dem Deckel hervor wieder ans Tageslicht geholt. Als letzte Maßnahme.

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