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So wütete Sturmtief „Ignatz“ im Warsteiner Stadtgebiet

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Von: Alexander Lange

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Die Warsteiner Feuerwehr rückte am Donnerstagvormittag zu etlichen Einsätzen aufgrund des Sturmtiefs „Ignatz“ aus. Schwerpunkt war dabei der Stimm-Stamm, wo gegen 10 Uhr gleich sechs Bäume von der Straße geräumt werden mussten.
Die Warsteiner Feuerwehr rückte am Donnerstagvormittag zu etlichen Einsätzen aufgrund des Sturmtiefs „Ignatz“ aus. Schwerpunkt war dabei der Stimm-Stamm, wo gegen 10 Uhr gleich sechs Bäume von der Straße geräumt werden mussten. © Alexander Lange

Das Sturmtief „Ignatz“ hielt die Warsteiner Feuerwehr am Donnerstag auf Trab. Wo Einsatzschwerpunkte waren und welcher „kuriose“ Einsatz ebenfalls auf den Orkan zurückzuführen ist.

Warstein – Windgeschwindigkeiten von teilweise mehr als 110 km/h in Nordrhein-Westfalen, ein zwischenzeitlich lahmgelegtes Bahnnetz und gesperrte Straßen. Sturmtief „Ignatz“ wütete am Donnerstag in weiten Teilen des Landes. Warstein blieb von dem Orkan nicht verschont, allerdings hielten sich die Auswirkungen doch im Rahmen, wie Donat Ahle, Leiter der Feuerwehr, erklärte: „Ich würde da auch eher von einem leichten Aufbäumen sprechen.“ So mussten die Warsteiner Kräfte erstmals gegen 10 Uhr ausrücken, nachdem Autofahrer einen umgestürzten Baum auf der B 55 in Höhe des Lörmecketurm-Parkplatzes meldeten. Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte sollte es allerdings nicht bei dem einen Baum bleiben. In der Zwischenzeit waren fünf weitere Bäume auf die Strecke zwischen der Einfahrt zur Brauerei und dem Stimm Stamm gestürzt.

Der Bereich sei am Morgen durchaus der Einsatzschwerpunkt gewesen, so Ahle. Während der Einsätze musste die B 55 in Höhe des Lörmecketurm-Parkplatzes kurzzeitig voll gesperrt werden, sodass es zu Staus in beide Fahrtrichtungen kam.

Einige Verkehrsteilnehmer drehten und suchten sich Alternativrouten. Doch auch dort sollten sie von umgefallenen Bäumen überrascht werden.

Zwischenzeitliche Sperrungen

So rückten die Hirschberger Kräfte zur L 856 zwischen Meschede und Hirschberg aus, um die Fahrbahn von Bäumen und Geäst zu befreien. Zwischenzeitlich wurde diese Strecke, genauso wie die L 735 (Bache in Richtung Oeventrop), durch die Polizei gesperrt. Auf der L 865 war die Sperrung zeitig wieder aufgehoben worden, die Strecke in Richtung Oeventrop blieb bis auf Weiteres gesperrt, wird am heutigen Freitag vermutlich aber wieder freigegeben. Einsätze gab es ebenso für die Suttroper Kameraden auf der Kreisstraße. Auch der Belecker Löschzug war im Einsatz.

Mit der Alarmierung „Unwetter 1“ wurde die Wache in der Kernstadt zur zwischenzeitlichen Leitstelle für das Stadtgebiet, koordinierte Ahle von dort aus die Einsätze: „Damit werden dann zum einen die Leitstelle in Soest und das Funknetz entlastet, zum anderen können wir hier dann ganz genau sehen und verteilen, wie viele Personen wo im Stadtgebiet im Einsatz sind.“

Die Wache in Warstein war, genauso wie in Suttrop und Hirschberg, ab den Morgenstunden besetzt.
Die Wache in Warstein war, genauso wie in Suttrop und Hirschberg, ab den Morgenstunden besetzt. © Alexander Lange

Insgesamt habe es bis zum Mittag etwa 15 Einsätze gegeben, rund 40 Kräfte aus dem Stadtgebiet seien im Einsatz gewesen, so Ahle. Großes Lob richtete er gleichzeitig an die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes: „Die Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert. Wir haben das sofort gekoppelt, Mitarbeiter des Bauhofs haben auch Einsatzstellen übernommen und Äste von der Straße geräumt.“

Zur Mittagszeit seien Sturm und Einsatzlage wieder abgeflaut, so Ahle. Lediglich am Nachmittag gab es noch einen Einsatz in der Honigkurve. Kurios: Durch den heftigen Sturm löste in den Vormittagsstunden auch die Brandmeldeanlage der LWL-Klinik aus. Glücklicherweise nur ein technischer Fehler, der schnell behoben werden konnte. Auch der Wildpark im Bilsteintal schloss am Donnerstagmittag aufgrund des Sturms.

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