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So lief das erste Hirschberger Weihnachtsmarkt-Wochenende

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Von: Alexander Lange

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Die Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle Hirschberg bereicherten am Sonntagnachmittag den Weihnachtsmarkt mit ihren Darbietungen. Ihr für Sonntagabend geplantes Konzert in der St. Christophorus-Kirche hatte man im Laufe der Woche schweren Herzens abgesagt.
Die Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle Hirschberg bereicherten am Sonntagnachmittag den Weihnachtsmarkt mit ihren Darbietungen. Ihr für Sonntagabend geplantes Konzert in der St. Christophorus-Kirche hatte man im Laufe der Woche schweren Herzens abgesagt. © Laura Heppelmann

Das erste Weihnachtsmarkt-Wochenende in Hirschberg ist vorüber. Was rund um Rathaus und Kirche geboten wurde und wie es mit der 2G-Regel klappte.

Hirschberg – Der große Schriftzug „Romantischer Weihnachtsmarkt“ schmückt schon seit einigen Tagen die Treppe zum Hirschberger Rathausplatz und auch die funkelnden Leuchtsterne zieren schon lange die Kurfürstenstraße und schmiegen sich in die malerische vorweihnachtliche Kulisse des Bergdorfes. Bereits zum zwölften Mal werden Hirschberger Rathaus- und Kirchplatz in ein waschechtes Winter-Wunderland verwandelt, um alle Besucher des Marktes in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Gemütlich und vorweihnachtlich soll die Stimmung unter den vielen Besuchern sein, genauso aber auch unbeschwert und sicher – trotz der aktuellen Corona-Lage.

Da die NRW-Landesregierung Weihnachtsmärkte für durchführbar erklärt, sofern auf dem Veranstaltungsgelände die 2G-Regel gilt und stichprobenartige Kontrollen vorgenommen werden, haben die Organisatoren des Hirschberger Vereinsrings alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, um diesen Vorkehrungen in besonderem Maße gerecht zu werden: An der Kontrollstelle am Haupteingang erhalten alle Besucher bereits zum Zeitpunkt ihrer Ankunft und nach Vorzeigen ihres Impf- oder Genesenen-Nachweises ein Armbändchen, das sie zum Kauf von Speisen und Getränken sowie weiteren Spezialitäten des Marktes befähigt. Einen weiteren Pluspunkt stellt die Teststation des DRK in der ehemaligen Volksbank dar, um allen Besuchern die Möglichkeit eines Schnelltests zu bieten. Die Erleichterung diesbezüglich war den Organisatoren am vergangenen Samstag bereits zwei Stunden nach Marktöffnung sichtlich anzusehen: „Bislang läuft alles ohne Zwischenfälle und alle Besucher nehmen unsere Empfehlungen und Vorschriften an.“

Im einheitlichen Schaloutfit genossen die Hirschbergerinnen den Gang über den Weihnachtsmarkt.
Im einheitlichen Schaloutfit genossen die Hirschbergerinnen den Gang über den Weihnachtsmarkt. © Laura Heppelmann

Im zwölften Weihnachtsmarkt-Jahr freue man sich zudem umso mehr, dass der Markt bereits am ersten Samstag „so großartig“ besucht sei, zeigte man sich in den Vorstandsreihen des Vereinsrings begeistert von den vielen eintreffenden Autos von nah und fern. Und das beeindruckende für die Hirschberger Organisatoren: „Wir treffen hier nicht nur Hirschberger, sondern haben bereits in der letzten Woche Anrufe aus dem Ruhrgebiet erhalten, ob unser Weihnachtsmarkt tatsächlich stattfindet“, resümierte Doris Baronowsky.

Viele Gäste aus dem Ruhrgebiet

Nur wenige Meter weiter am Glühweinstand erfreuten sich drei Besucher aus Gelsenkirchen sichtlich an der besinnlichen Atmosphäre des „Romantischen Weihnachtsmarktes“ und outeten sich als große Fans des Bergdorfes sowie des weihnachtlichen Charmes des Marktes. „Wir kommen bereits seit vielen Jahren jedes Jahr nach Hirschberg und haben uns in die Idylle des Ortes verliebt.“ Die heimischen Weihnachtsmärkte im Ruhrgebiet seien zwar größer aufgestellt, jedoch fehle ihnen dort der Charme, denn „den gibt es so nur in Hirschberg“. Durch Zufall waren die Gelsenkirchener auf den Hirschberger Weihnachtsmarkt aufmerksam geworden: „Wir besitzen eine Immobilie im Sauerland und dort wurde uns der Markt ans Herz gelegt.“

Zum ersten Mal dabei und dennoch mindestens genauso begeistert zeigte sich das Ehepaar Müller-Breithaar aus Soest, die Weihnachtsmarkt-Luft als Aussteller schnuppern durften. „Wir freuen uns sehr, dass wir noch einen Stand ergattern konnten“, so die Soester. Durch das Internet waren sie auf den Weihnachtsmarkt aufmerksam geworden und bewarben sich direkt für einen Stand für dieses Jahr. „Unser erster Eindruck ist hervorragend, denn insbesondere die Organisation vorab lief reibungslos – das erlebt man so nicht überall!“ Zwar seien sie nicht die einzigen, die auf dem Markt Handarbeit aus Holz ausstellen und verkaufen, die beiden zeigten sich trotzdem zufrieden. Insbesondere die Holz-Klassiker in Form eines Elchs seien der „absolute Renner“ und auch der heimliche Favorit des Schreiners und seiner Frau.

„Wie Zuhause“ fühlen sich im Gegensatz zu den zahlreichen Ausstellern, die es trotz weiter Anreise jedes Jahr erneut nach Hirschberg verschlägt, die Einheimischen Martina und Horst Adrians. Angefangen hat alles vor einigen Jahren nach einem Messebesuch, auf der dem Hirschberger ein besonderer Schwibbogen ins Auge fiel. Kurzerhand besorgte er sich die passende Vorlage und machte sich in seinem Keller mit einer Dekupiersäge ans Werk und fand Gefallen an den Holz-Arbeiten, sodass der Hirschberger sich eine CNC-Fräse zulegte und eigene Entwürfe produzierte. Seitdem ist einiges passiert: Horst Adrians und seine Frau Martina haben sich ein kleines Nebengewerbe aufgebaut und sind sichtlich stolz, die eigenen Kunstwerke wie Schwibbögen oder Holzschilder auf dem heimischen Weihnachtsmarkt verkaufen zu können. „Wir haben bald das ganze Stadtgebiet zuhause stehen“, schmunzelt Martina Adrians.

Aber auch über die Stadtgrenzen hinaus: „Mittlerweile haben wir auch Winterberg, Oeventrop oder Arnsberg – hier ist also für jeden Besucher etwas dabei.“ Fortgesetzt wird der Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende – Samstag von 14 bis 20 Uhr, Sonntag von 12 bis 19 Uhr.

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