Ernährungsumstellung und Sport

Silke und Daniel Becker aus Suttrop sind jetzt 90 Kilo leichter

Durch eine Ernährungsumstellung und viel Sport nahm Silke Becker 57 Kilo ab, ihr Ehemann Daniel verlor 33 Kilo.
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Durch eine Ernährungsumstellung und viel Sport nahm Silke Becker 57 Kilo ab, ihr Ehemann Daniel verlor 33 Kilo.

Mit einer Ernährungsumstellung und viel Sport haben Silke und Daniel Becker aus Suttrop insgesamt 90 Kilo abgenommen.

Suttrop – „Mit Sport hatten wir bis vor wenigen Jahren nichts, aber auch wirklich gar nichts am Hut.“ Wenn Silke und Daniel Becker zurückblicken, beschleicht sie für einen Moment lang ein mulmiges Gefühl. Denn es ist noch gar nicht solange her, dass das Ehepaar aus Suttrop sich mit zu vielen Kilos auf den Rippen herumschleppte. Irgendwann aber habe es Klick im Kopf gemacht, berichten die Beckers. Und die Kilos purzelten. In Windeseile sozusagen. Innerhalb nur eines Jahres nahm Silke Becker dank einer Ernährungsumstellung satte 57 Kilogramm ab, ihr Ehemann Daniel immerhin 33. „Es war nicht das Ziel, dass in so kurzer Zeit zu schaffen“, sagen beide rückblickend. Dennoch machen sie einen glücklichen, aufgeräumten Eindruck. Denn sie wissen: „Unseren bisher größten Kampf haben wir gemeinsam gemeistert.“ Nämlich den gegen die Kilos.

„Ich hatte das Gefühl, als würde ich anderen etwas weg essen.“ Ein Handy-Foto an ihrer Arbeitsstelle im Kindergarten war für Silke Becker eines Tages der Auslöser, sich dafür zu entscheiden, abzunehmen. „Ich habe mich nicht nur fett gefühlt, sondern bekam es hier und da auch mal direkt vor den Kopf geknallt. Das war natürlich weniger schön“, berichtet sie. Denn: „Kinder sind da meist sehr ehrlich zu einem und nehmen oft kein Blatt vor den Mund.“ Im Zorn blickt die 40-Jährige zwar nicht zurück, „aber mit meinem jetzigen Leben bin ich doch weitaus zufriedener“.

Und auch Ehemann Daniel (43) nahm während „unserer Kilo-Hoch-Zeit“ (Silke Becker) deutlich an Gewicht zu, erklärt nun aber – mit einem Lächeln auf den Lippen: „Wir sind gemeinsam gewachsen. Und gemeinsam auch wieder schlank geworden.“

Es war jedoch teils ein steiniger Weg bis dorthin. Doch das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. „Wir fühlen uns gut“, sagen die Beckers heute. Die Kleider, Jeans und sonstigen Klamotten von früher haben mittlerweile ausgedient, sind in der Mottenkiste verschwunden. „Bis auf die Socken ist mein Kleiderschrank komplett neu eingerichtet“, erzählt Silke Becker freudestrahlend. Dies sei „einfach ein tolles Gefühl“.

Ihr Ehemann Daniel ergänzt: „Die Jogginghose diente früher anderen Zwecken. Heute wird sie unter anderem auch zum Sporttreiben genutzt.“ Beide fangen an zu lachen, als der Satz endet. Dass Sport nicht unbedingt Mord sein muss, ist den Beckers bewusst geworden: „Wir haben uns halt nie damit beschäftigt. Heute vermisst man es, wenn wegen Corona keine Laufveranstaltungen stattfinden können.“

Im Dezember 2017 nahm das Ehepaar aus Suttrop erstmalig am Silvesterlauf von Werl nach Soest teil – und kann mittlerweile sogar zu den Stammgästen gezählt werden. „Der Lauf ist aufgrund der Stimmung entlang der Strecke wirklich einzigartig“, sagen beide unisono.

Im Corona-Jahr 2020 hatten die Beckers – und tausende andere Teilnehmer – das Event aber nur vor der eigenen Haustür absolvieren können. Ohne Zuschauer, ohne Anfeuerungsrufe. Virtueller Silvesterlauf lautete das Zauberwort. Und die Beckers machten sich bereits drei Tage vor dem eigentlichen Lauf auf den Weg. „Wir waren ab der Belecker Schützenhalle in Richtung Möhnesee unterwegs“, erzählen sie. Zum einen sei die Strecke relativ flach, und zum anderen komme es dort „nicht unbedingt zu einem erhöhten Menschenaufkommen“. Auch dies ist in Zeiten des Virus nicht ganz unerheblich.

Silke Becker absolvierte die fünf Kilometer als Nordic Walkerin schließlich in 46:06 Minuten. Daniel Becker brauchte für die 15 Kilometer 1:24,30 Stunden und war damit sogar fünf Minuten schneller unterwegs als noch beim Silvesterlauf von vor zwei Jahren. „Es hat Spaß gemacht, auch wenn es mit dem normalen Silvesterlauf natürlich nicht vergleichbar ist“, sagen beide. Doch das Laufwetter passte: Knackige vier Grad Celsius, dazu nur ein leichter Wind. Eigentlich ideale Voraussetzungen für jeden Silvesterläufer. Auf ihre Finisher-Medaille warten beide nun gespannt.

Dass die Beckers überhaupt irgendwann einmal die Laufschuhe schnüren werden würden, daran war früher, wie Silke Becker glaubhaft versichert, „in keiner Sekunde dran zu denken“. Mittlerweile gehören diverse Laufveranstaltungen in der näheren und weiteren Umgebung, wie eben der Silvesterlauf, der Oster- oder auch Nordseelauf, zum festen Ritual des Ehepaares. Eine erstaunliche Wandlung möchte man meinen. „Denn der Sport bestimmt mittlerweile große Teile unseres Lebens“, erklärt Daniel Becker, der sich vorstellen kann, sogar irgendwann einmal einen Marathon zu laufen. Gleichzeitig schränkt er ein: „Das hat aber noch Zeit. Wir denken in kleinen Schritten.“

Zunächst einmal soll es, wie 2018 schon, im Rahmen der Hammer Laufserie der Halbmarathon sein. Sich weitere sportliche Ziele zu stecken, sei in Corona-Zeiten ohnehin schwierig. Auch Daniel Becker weiß: „Wir müssen es so nehmen, wie es kommt.“ Ihren größten Kampf haben die Beckers ohnehin bereits erfolgreich absolviert. Beide sagen heute: „Die Bilder von früher waren und sind für uns Motivation genug, dies alles gemeinsam durchzustehen.“ Lästige Kilos auf den Rippen sollen endgültig der Vergangenheit angehören.

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