Bewaffneter bedroht Zeugen

SEK umstellt Wohnhaus: Aufregung in Wohngebiet im Warsteiner Südwesten

Spezialkräfte rückten am Donnerstag in Warstein an.
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Spezialkräfte rückten am Donnerstag in Warstein an.

Ein großes Polizeiaufgebot rückte am Donnerstag in Warstein an. Im Südwesten des Kernortes umstellten Spezialkräfte ein Wohnhaus.

Warstein - Um kurz nach 10 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein: Ein Anwohner der Ernst-Wiechert-Straße berichtete aufgeregt, dass er soeben von einem Bekannten mit einem Messer bedroht worden sei. Sofort machten sich zahlreiche Einsatzkräfte auf den Weg.

Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Mann einen guten Bekannten mit einem Küchenmesser bedroht, allerdings nicht verletzt. Sofort ergriff der Bekannte die Flucht durch die Haustür und verständigte von draußen die Polizei. Der Verdächtige blieb zurück im Haus. „Mehrere Polizeibeamte umstellten anschließend das Haus“, berichtete Polizeisprecher Holger Rehbock.

Die Spezialkräfte kamen aus mehreren Orten des Ruhrgebiets nach Warstein.

Da jedoch unklar war, welche Gefahr von dem Bewaffneten ausging, forderten die Beamten Spezialkräfte an, die aus mehreren Ruhrgebietsorten anrückten. Die Ernst-Wiechert-Straße, die in einem kleinen Wohngebiet mit knapp 30 Häusern liegt, wurde weiträumig abgeriegelt. Auch Anwohner der Eichendorffstraße und der Kantstraße durften ihre Häuser nicht verlassen, oder kamen nicht zu ihnen, während der Zugriff geplant wurde.

Neben der Polizei war auch der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen und Einsatzkräften vor Ort.

Für den Zugriff standen zudem zwei Rettungswagen, ein Notarzt und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes in Bereitstellung. Gegen 13.15 Uhr konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben: Der Verdächtige wurde von der Polizei überwältigt. „Die Spezialkräfte konnten den Tatverdächtigen nach einem Widerstand in Gewahrsam nehmen“, erklärte Polizeisprecher Rehbock.

Der Zugriff erfolgte gegen 13.15 Uhr.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei und Aussagen des Rettungsdienstes blieb der Mann beim Zugriff „äußerlich unverletzt“. Jedoch wird davon ausgegangen, dass er mit psychischen Problemen zu kämpfen hat und diese auch der Auslöser für die Bedrohungslage waren: „Die Bedrohung war grundlos“, erklärte Holger Rehbock, dass der Verdächtige seinem Bekannten aus heiterem Himmel mit dem Küchenmesser drohte.

SEK-Einsatz in Warstein: Mann soll in psychiatrische Einrichtung eingewiesen werden

Das Ordnungsamt der Stadt Warstein wurde zur Prüfung der Unterbringung in eine psychiatrische Einrichtung eingeschaltet. Am Donnerstagmittag kehrte die Ruhe in die beschauliche Wohngegend zurück.

Bereits im Mai hatte es einen großen Polizei-Einsatz mit Spezialkräften in Warstein gegeben. Wenig später rückte das SEK zu einem Haus in Soest aus.

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