Ulrich Luig lädt am Samstag, 24. November, ab 11 Uhr ein

„Scriptorium“ im alten Trafo-Haus in Allagen vor Eröffnung

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Ortsvorsteher Gerald Wege (r.) freute sich mit Ulrich Luig über die Unterstützung des „Scriptorium“-Projektes durch einen „Heimat-Scheck“ über 2000 Euro.

Alalgen - Das „Scriptorium“ im alten „Trafo-Haus“ in der Allagener Viktor-Röper-Straße steht kurz vor der Eröffnung: Unter Federführung von Ulrich Luig ist dort ein offenes Bücherregal entstanden, das nun am Samstag, 24. November, um 11 Uhr eingeweiht wird. Unterstützung für das Projekt gab es jetzt auch von des Landesregierung: Ulrich Luig konnte sich über einen „Heimat-Scheck“ über 2000 Euro freuen.

Die Stärkung des Heimatgedankens liegt der NRW-Landesregierun am Herzen. So hat sie kürzlich ein Förder-Programm auf den Weg gebracht, von dem all die Menschen und Vereine nutzen sollen, die Ideen entwickeln, die sich der Förderung des Heimatgedankens widmen und sie zudem auch umsetzen. „Wir fördern, was Menschen verbindet“, lautet der Slogan, den das „Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen“ für das Landesförderprogramm gewählt hat. Der CDU-Landespolitiker Jörg Blöming hat sich für die Einrichtung des Programms eingesetzt: „Tagtäglich setzen sich in unserem Land ehrenamtliche tätige Frauen und Männer für den Erhalt von Traditionen, für die Pflege des Brauchtums, für die Erhaltung und Stärkung des regionalen Erbes und der Vielfalt ein. Sie stärken mit ihrem Engagement unsere Gesellschaft und die Gemeinschaft in vielfältiger Art und Weise. Sie tragen dazu bei, dass bewährte Traditionen und Werte erhalten und weiter entwickelt werden und sie geben diese an die nächste Generation weiter!“

Die Landesregierung fördert Initiativen und Projekte, die lokale und regionale Identität und Gemeinschaft stärken. „Heimat zu haben, heißt unsichtbare Wurzeln in sich zu tragen – egal, wo ein Mensch herkommt, egal wo sie oder er hingeht“, heißt es in der Projektbeschreibung.

Mit fünf Elementen will die Landesregierung ihr Ziel erreichen: Heimat-Scheck, Heimat-Preis, Heimat-Werkstatt, Heimat-Fonds und Heimat-Zeugnis. Die Landesregierung fördert Projekte von Einzelpersonen, Vereinen und Kommunen bis 2022 mit 150 Millionen Euro.

Die „Heimat-Schecks“ gehen größtenteils an kleinere, einfach umzusetzende Projekte. Und dazu zählt auch das Allagener „Scriptorium“: Ulrich Luig konnte sein Glück kaum fassen, als er in seinem Postkasten einen Brief fand, der den Absender „Bezirksregierung Arnsberg“ trug, in dem ihm einer dieser Heimat-Schecks zugesandt wurde. Gefördert werden soll damit sein Projekt in dem ehemaligen VEW-Trafohäuschen im früheren „Neuen Weg“, heute Viktor-Röper-Straße. Auf das blickte Ulrich Luig immer beim Verlassen seines Wohnhauses. Als er davon hörte, dass es nicht mehr genutzt wird und abgerissen werden sollte, wollte er dies nicht hinnehmen: „Ein Blick ins Internet eröffnete mir reichlich Möglichkeiten, was man mit alten Industriedenkmalen Sinnvolles machen könnte. Unter anderem war als Beispiel genannt, eine öffentlich, von jedem nutzbare, Bücherei einzurichten.“

Ulrich Luig erwarb das Gebäude und machte sich ans Werk. Er entkernte das gesamte Gebäude, erneuerte Mauerwerk, zog neue Leitungen ein, baute eine Treppe in das zweistöckige Gebäude ein und leistete in einer kaum zählbaren Zahl ehrenamtlicher Stunden viele kleinere Arbeiten, so dass sich das Gebäude jetzt in einem ansehnlichen Zustand präsentiert. Die nicht unerheblichen Kosten brachte Ulrich Luig bislang allein auf. Um so erfreuter war er nun über die Landesförderung.

Allagens Ortsvorsteher Gerald Wege freute sich nicht nur über die Unterstützung aus Düsseldorf für das Luig-Projekt, sondern auch über die positive Nachricht, dass die Buch-Tausch-Börse – von Ulrich Luig passend „Scriptorium“ genannt – bis auf kleinere Arbeiten fertig ist und er die Einrichtung jetzt der Öffentlichkeit präsentieren und an sie übergeben möchte. „Alle Bewohner Allagens und Niederbergheims sind herzlich eingeladen, am Samstag, 24. November, ab 11 Uhr zur ehemaligen Trafo-Station in der Viktor-Röper-Straße zu kommen und die Einrichtung zusammen mit mir einzuweihen. Nach der offiziellen Eröffnung haben alle Besucher die Möglichkeit, das neue Scriptorium zu besichtigen und mit mir Gespräche zu führen. Nach der großen Zahl von Stunden, die ich eingebracht habe, liegt mir sehr daran, dass das Scriptorium intensiv genutzt wird und das alle Bewohner wissen, dass ich es für Jedermann gemacht habe und dass die Einrichtung nur leben kann, wenn sie auch angenommen wird“, sagt Ulrich luig. Die Eröffnung klingt mit einem kleinen Umtrunk aus, für den er Getränke und kleine Snacks bereit hält.

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