Für Lea Kopecki „wichtig, Vertrauen der Kinder zu gewinnen“

Schulsozialarbeit-Team komplettiert

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In die Mitte genommen haben (von links) Katharina Gröblinghoff, Alexander Droste, Sachgebietsleiter Josef Pieper und Boys’ Day-Praktikant Lukas Ahlers die neue Schulsozialarbeiterin Lea Kopecki, die im Februar ihren Dienst begann.

Warstein – Die Schulsozialarbeit an den Warsteiner Schulen als eigenständiges Angebot hat sich seit 2011 etabliert und ist dem Sachgebiet Soziales, Schule, Sport, Kultur angegliedert. Dort wurde darauf geachtet, dass nach einem personellen Wechsel zum Jahresanfang kein „Bruch“ entstand: Simona Bruziene wechselte zum 1. Januar ins Jugendamt, und mit nur kurzer Verzögerung trat Lea Kopecki im Februar ihre Nachfolge an. Die junge Arnsbergerin ist wie Katharina Gröblinghoff bei der INI angestellt, beide besetzen zusammen eine volle Stelle, was eine Steigerung um 100 Prozent zur Situation bis zum Jahresende 2018 bedeutet. Die Kosten tragen je zur Hälfte die Stadt Warstein und das Land aus dem Programm „Soziale Arbeit an Schulen“. Eine weitere Vollzeitstelle besetzt Alexander Droste, der Bediensteter des Landes ist.

Für Lea Kopecki ist die Stelle der Start ins Berufsleben nach ihrem Studium an der Fachhochschule Dortmund. Sie sieht ihre erste Aufgabe als „neues Gesicht“ im Team, Vertrauen zu den Kindern in ihrem Zuständigkeitsbereich zu fassen. Zuständig ist sie für die Lioba-Grundschule Warstein, die Johannes-Grundschule Allagen, die St. Margaretha-Grundschule Sichtigvor und das Europa-Gymnasium. „Der Start war schon aufregend“, sagt sie zu den zurückliegenden Woche. Sie fühlt sich aber gut aufgenommen von den Lehrerkollegien und den Kindern und Eltern, mit denen sie schon in Kontakt gekommen ist. Die Schulsozialarbeiter wollen insbesondere Eltern die Scheu nehmen, Leistungen des Bildungs- und Teilhabeangebotes zu nutzen, das ihren Kindern die Beteiligung an Freizeitangebotes oder Schulveranstaltungen (Klassenfahrten) durch finanzielle Entlastung ermöglicht. Katharina Gröblinghoff, zuständig für Grimmeschule Warstein und Westerberg-Grundschule Belecke, schildert aus ihrer langjährigen Tätigkeit, dass eine Antragstellung so aussehen kann, dass die Eltern „blanko“ unterschreiben und sie die komplette weitere Bearbeitung übernimmt. Ohne diese Hilfe würden Chancen für die betroffenen Kinder verloren gehen. „Wer da nicht geübt ist, scheitert schon am ersten Vordruck“, meinte Josef Pieper.

Notwendig ist die Schulsozialarbeit in allen Jahrgängen, für Alexander Droste setzt sie in den 5. Klassen von Sekundarschule und Hauptschule an; wobei die Realschüler – was auch vorkommt – ihn genauso in Anspruch nehmen können.

„Ich starte in Klasse 5 mit einem Teambuilding-Konzept, um einen Zusammenhalt in der Klasse zu entwickeln. Das ist gleichzeitig Mobbingpräsention. Die Kinder, die daran beteiligt sind, können entstehende Probleme gut selbst zu lösen“, sagte Droste Wichtig für das junge Trio: „Schulsozialarbeit soll keinen Sanktionscharakter haben!“

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