Schützenfestzelt hat für Sichtigvor Premiere

Sichtigvor - Am Mittwochmittag rollten die schweren Maschinen der Zeltverleih-Firma Damerow aus Lippstadt auf dem Busparkplatz der Firma Quente an. Zur Kaffeezeit stand das Gerippe, und am frühen Abend sollte eigentlich der Richtkranz über dem Festzelt der Schützenbruderschaft St. Georg wehen – hätte es da nicht ein kleines Problem gegeben.

„Die Fläche ist abschüssiger, als wir gedacht haben“, begründet Firmenchef Detlev Damerow die Verzögerung. Die wirbelte den ohnehin knapp bemessenen Zeitplan ordentlich durcheinander. Zur Feinabstimmung wollte sich der Vorstand am Mittwochabend ursprünglich in der bezugsfertigen „Ersatzschützenhalle“ treffen. Daran war angesichts der Zeltbaustelle aber nicht zu denken. Flexibel sein, umdisponieren und neue Wege für den ursprünglichen Plan suchen – in dieser Disziplin ist die Mannschaft um Oberst Thomas Schulte inzwischen geübt. Die eigentlich für den Donnerstag anberaumte Vorstandssitzung wurde vorgezogen und die „Einrichtung“ des Festzeltes auf den nächsten Tag verlegt.

Doch damit war die „Kuh noch nicht vom Eis“. Das Haus Teiplaß belegt, das mobile Refugium eine Baustelle - wo also sollte man sich spontan zusammensetzen? Ganz unbürokratisch, „auf dem kleinen Dienstweg“, stellte die Feuerwehr die Garage des Gerätehauses zur Verfügung. Schnell einen Stuhlkreis aufgestellt, Getränkekisten in der Mitte platziert und schon lief alles wie am Schnürchen.

Nur wenige Meter Luftlinie entfernt zogen die Bauarbeiter währenddessen mit Muskelkraft die Planen über das Stahlgerippe des Festzeltes. Für seine Standfestigkeit legt Detlev Damerow „die Hand ins Feuer“. Die tonnenschweren, ineinander verschraubten Stahlplatten des Fußbodens vergleicht er mit dem soliden Fundament eines Hauses. Hinzu kommen die 16, jeweils 250 Kilo schweren, Rahmen der Außenwände. Damerow: „Da rüttelt kein noch so heftiger Sturm dran.“ Diese Erfahrung machen jährlich fast 100 Schützenbruderschaften und Vereine in der gesamten Region.

Unterstützt wird der Unternehmer von acht Mitarbeitern. Zur Aufbaucrew in Sichtigvor gehörten auch seine beiden Söhne Tim (18) und Ron (16). „Die gehen zwar noch zur Schule, aber es kann ja nicht schaden, wenn sie mal in die Arbeit reinschnuppern.“

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