Kriminalpolizei beschlagnahmt Kirche

Enormer Sachschaden nach Krippenbrand in St. Pankratius - Polizei hat einen Verdacht

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Enormer Sachschaden entstand beim Krippenbrand in der St. Pankratius Kirche Warstein.

Warstein - Schock am Abend: Rund 40 Feuerwehrleute des Löschzugs Warstein eilten am Dienstag gegen 17.30 Uhr zur St. Pankratius-Kirche am Marktplatz. Dort stand die große Krippe im Gebäude lichterloh in Flammen. Trotz des schnellen Löscherfolgs entstand enormer Sachschaden durch Ruß und Rauch. Die Polizei hat einen Verdacht.

  • Am Dienstag (7. Januar) hat eine Krippe in der Kirche St. Pankratius in Warstein gebrannt.
  • Der Sachschaden durch Ruß und Rauch ist enorm.
  • Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.

Update Mittwoch, 8. Januar: Die Brandursache könnte nach Angaben der Polizei von Mittwochmorgen ein Scheinwerfer an der Beleuchtung der Krippe gewesen sein. Eine Brandstiftung sei jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen.

Zeugen, die Hinweise zur Entstehung des Feuers geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02902-91000 bei der Kriminalpolizei zu melden. Gebäudeschaden entstand nach Angaben der Polizei von Mittwochmorgen nicht.

Krippenbrand in St. Pankratius-Kirche Warstein

Krippenbrand in St. Pankratius-Kirche Warstein

Erstmeldung: Schock am Abend - Enormer Sachschaden nach Krippenbrand in St. Pankratius

Um 17.33 Uhr schrillten am Dienstag nach einem Anruf eines Zeugen bei der Rettungsleitstelle bei den Mitgliedern des Löschzugs Warstein und bei der Belecker Drehleiter die Meldeempfänger: „Brennt Krippe in Gebäude“ lautete die Info, mit der die Feuerwehr zur St. Pankratius-Kirche gerufen wurde. 

Unter Atemschutz gingen die ersten Einsatzkräfte in das verrauchte Kirchenschiff vor und hatten mit ihrem Löschwassereinsatz das Feuer schnell unter Kontrolle. Nach und nach wurden die große Krippe und die Figuren nach draußen gebracht – fast alles war völlig verkohlt. 

Auch Deko-Elemente wie angesengte Tannenbäume wurden nach draußen getragen und dort vollständig abgelöscht. Um die Kirche schnellstmöglich rauchfrei zu bekommen, wurden Lüfter sowohl draußen vor der Kirchentür als auch ein Gerät mit Elektroantrieb im Gebäude eingesetzt.

„Der Schaden durch Ruß und Rauch ist enorm“, schätzte Wehrführer Donat Ahle – trotz des schnellen Löscherfolgs nach dem Eintreffen der Feuerwehr und des Lüftereinsatzes. Die schädlichen Ablagerungen seien in die Orgel gezogen, hätten sich auf Wände und auch auf die Kunstgegenstände gelegt. „Es muss alles gereinigt, dekontaminiert werden, vieles wird man neu machen müssen“, so Ahle.

Wie hoch der Schaden genau ist, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen, wenn die Kirche von den Brandermittlern der Polizei wieder freigegeben wurde und Experten die Folgen von Ruß und Rauch untersuchen können.

„Ich hoffe, dass der Schaden nicht zu groß wird“, so Pastor Markus Gudermann. Dienstagabend eilte nicht nur er zum Brandort, auch die Küsterin, Mitglieder des Kirchenvorstands, Ortsvorsteher Dietmar Lange, Bürgermeister Dr. Thomas Schöne und Ordnungsamtsleiterin Roswitha Wrede verfolgten die Löscharbeiten und zeigten sich geschockt.

Der Ursache für den Brand werden die Brandermittler der Kriminalpolizei auf den Grund gehen. Bereits am Dienstagabend ließ sich die Polizei von Pastor Gudermann Handyfotos von der noch intakten Krippe zeigen, um zu sehen, wo elektrische Glühlampen nicht nur für Licht sorgen, sondern im Falle eines technischen Defekts auch Brandursache sein können.

Da nur eine Beleuchtung direkt unter dem Krippendach installiert war, die Krippe aber bis herunter auf die Bodenplatte abgebrannt war, wurde bereits am Dienstagabend über eine mögliche Brandstiftung spekuliert. 

Um eine solche in der tagsüber geöffneten Kirche auszuschließen, wurden extra vor einigen Jahren Glastüren im Eingangsbereich eingebaut, die zwar einen Blick ins Kirchenschiff erlauben, aber den Zutritt verwehren. Normalerweise. Aber: „In der Weihnachtszeit haben wir das immer auf, damit die Besucher zur Krippe gehen können“, so Pastor Markus Gudermann.

Am späten Abend zeigte sich der Pastoralverbund Warstein auf seiner Facebook-Seite „tieftraurig“ über das Feuer in der Kirche: „Unsere Krippe in St. Pankratius Warstein ist abgebrannt – trauriges Ende der Weihnachtszeit.“

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