Wenig später gibt es Entwarnung

Schaum bildet sich auf Wasser: Spaziergänger ruft die Feuerwehr

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Im Becken am Mühlrad von Stütings Mühle hatte sich Schaum gebildet. Dieser war jedoch ungefährlich, wie die Untersuchungen ergaben.

Belecke - Ein Spaziergänger befürchtete am Dienstagmorgen eine Umweltverschmutzung, als er von der Brücke an der Bahnhofstraße in Belecke in Richtung Mühlrad an Stütings Mühle blickte. Um das Mühlrad herum hatte sich ein weißer Schaumteppich gebildet. Er rief die Feuerwehr.

Gegen 8.45 Uhr hatte der Passant den Schaum im Mühlbecken entdeckt und die Feuerwehr über den Notruf verständigt. Die rückte mit Kräften des Löschzugs Belecke und der Löschgruppe Mülheim an.

"Wir haben den Zulauf zum Becken kontrolliert und geschaut, ob sich ein Ölfilm auf dem Wasser befindet. Zudem haben wir den pH-Wert des Wassers kontrolliert, der war neutral", erklärte Harald Borghoff, stellvertretender Leiter der Feuerwehr und Löschzugführer aus Belecke.

Der Löschzug aus Belecke und die Löschgruppe Mülheim waren an Stütings Mühle im Einsatz.

Auch Markus Teutenberg von der Stadt Warstein und Jawad Kayed von den Stadtwerken hatten sich derweil auf den Weg zu Stütings Mühle gemacht. Sie erkannten verschiedene Indizien dafür, dass der Schaum eine natürlich Ursache hatte: "Oft ist es so, dass Schaum sich aufgrund von sogenannten Huminstoffen bildet. Diese sind in allen Blättern enthalten", erklärte Markus Teutenberg. Eine Untersuchung der Unteren Wasserbehörde des Kreises Soest bestätigte die Vermutung wenig später. "Der Schaum war also völlig ungefährlich", so Markus Teutenberg.

Markus Teutenberg (links) und Jawad Kayed (Mitte) hatten schnell eine Lösung für das Belecker Schaum-Rätsel parat.

Die starken Niederschläge der vergangenen Tage hätten Huminstoffe und pflanzliche Eiweiße aus dem herabgefallenen Herbstlaub gelöst und über Siepen und Bäche in die Wester gespült. Durch die zusätzlichen Luftverwirbelungen, die durch die Fallhöhe des Wassers am Mühlrad entstehen, kam es dann zur Schaumbildung im Mühlbecken.

Teutenberg: Anrufer hat richtig gehandelt

Maßnahmen gegen den Schaum seitens der Behörden und Einsatzkräfte waren nicht nötig. Markus Teutenberg betonte jedoch, dass der Anrufer richtig gehandelt habe: "Schaumbildung ist für den Otto-Normal-Beobachter erst einmal etwas 'nicht Natürliches'. Wir gehen jedem Hinweis nach und arbeiten dabei eng mit dem Kreis Soest zusammen." Dass der Notruf angemessen war, bestätigte auch Harald Borghoff. Denn grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig gerufen werden.

Jawad Kayed, bei den Stadtwerken unter anderem für die Abwasserbeseitigung zuständig, betonte, dass der Schaum nichts mit den aktuell laufenden Baumaßnahmen in diesem Bereich zu tun hat. Im Bereich der Stadtbücherei Stütings war in der vergangenen Woche während der Baumaßnahmen im Rahmen des Hochwasserschutzes und des Radwegausbaus im Westertal ein Öl-Schaden festgestellt worden.

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