Rund um die Uhr: Gleisarbeiten richten sich nach Zugfahrplan

Handarbeit ist das Verschweißen der Gleisstücke, die neu ins Schotterbett gelegt wurden. Bis Donnerstagabend soll alles erledigt sein.
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Handarbeit ist das Verschweißen der Gleisstücke, die neu ins Schotterbett gelegt wurden. Bis Donnerstagabend soll alles erledigt sein.

Warstein -  Der Abschnitt zwischen dem beschrankten Bahnübergang auf der Franz-Hegemann-Straße und dem Bullerteich ist die „Zielgerade“ für die Gleisbauarbeiten der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE). Und am Donnerstagabend dieser Woche soll die Ziellinie überschritten werden. Dann wird der letzte von insgesamt 295 Metern Gleisstrang wiederhergestellt sein. Begonnen haben die Arbeiten von insgesamt 872 Metern in den Stadtgebieten von Beckum und Warstein am 4. Oktober 2016.

Seit Freitag vergangener Woche um 11 Uhr waren die Arbeiter von drei beteiligten Unternehmen einer Arbeitsgemeinschaft damit beschäftigt, den letzten Abschnitt mit einer Länge von 145 Metern Stück für Stück zu erneuern - nachdem der letzte Zug aus dem Enkerbruch durchgefahren war. Schon am Samstag um 14 Uhr wurde der nächste Zug der Warsteiner Brauerei durchgelassen: die Arbeiten richten sich nach den Fahrplänen der WLE. Das heißt, dass die Arbeiten jeweils rechtzeitig vor Abfahrt unterbrochen werden müssen.

Anschließend ging es rund um die Uhr weiter: Die Gleisbauer waren am Samstag und Sonntag in zwei Schichten von jeweils zwölf Stunden beschäftigt, um den Verkehr laufend zu ermöglichen. So fuhren am Sonntag und Montag jeweils um 20 Uhr Züge durch die Baustelle.

Ersetzt werden die Gleise durch auf Betonschwellen vormontierte Schienenstränge, und das Schotterbett wird ebenfalls erneuert. Für diesen Bereich gilt wie auch für die anderen Teilstücke der WLE-Trasse: die hölzernen Bahnschwellen waren rund 30 Jahre alt und an verschiedenen Stellen außer durch die Züge auch von Wind und Wetter in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Stadtwerke Warstein waren über die Notwendigkeit der Maßnahme im Sommer informiert worden: Kostenpunkt für die Stadt für die Abschnitte im Bereich Gewerbegebiet Puddelhammer (150 Meter) und Franz-Hegemann-Straße/Bullerteich (145 Meter): rund 180.000 Euro. Der Betriebsausschuss beschloss angesichts dieser Schilderung, die Mittel im Wirtschaftsplan bereitzustellen. Die WLE baute die Arbeiten zeitlich dann so in die Gesamtmaßnahme ein, dass die jetzt zu Ende gehende Maßnahme zusammenfiel mit den Renaturierungsarbeiten in der Wäster im Bereich Bullerteich.

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