Opel-Treffen an der Warsteiner Welt hat sich etabliert

Opel-Blitz schafft Freundschaften

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Opel-Schätzchen soweit das Auge reicht.

Warstein - Die Alt-Opel-Freunde kamen am Sonntag wieder zum Jahrestreffen an der Warsteiner Welt zusammen. Im vergangenen Jahr hatten sich 450 "Opelaner" getroffen. Der Regen verhinderte einen neuen Teilnahmerekord. 

Das erste Auto von Michael Trichel war ein Audi 50. Als sein Vater sich aber einen Opel kaufte, kam auch Sohnemann Michael auf den Geschmack. Das ist inzwischen mehr als 20 Jahre her. „Warum ein Auto mit vier Ringen, wenn es auch einen Ring mit einem Blitz gibt?“, sagt Trichel heute in Anlehnung an das Opel-Emblem. Sein „Schätzchen“ ist ein Opel Monza A2 GSE, Baujahr 1985. „Den habe ich 1997 gekauft und in den 2000er Jahren habe ich mit dem Restaurieren angefangen“, sagt er auch mit ein bisschen Stolz, denn der verchromte Motorraum sticht aus der Vielzahl der Opel-Modelle an diesem Sonntag heraus. „Den Großteil der Arbeiten habe ich selbstgemacht, da lasse ich keinen ran“, sagt der Bürener mit einem Grinsen: „Die Lackierung muss ein Profi machen, den Rest mache ich. Ich lasse auch keinen anderen damit fahren, das ist meiner.“ Für viele der Besucher ist das Alt-Opeltreffen an diesem Sonntag an der Warsteiner Welt auch ein Wiedersehen. Autos begutachten, fachsimpeln, Ersatzteile kaufen, Freunde treffen. „Die Treffen haben diesen menschlichen Faktor“, sagt Trichel. Die Autos ständen gar nicht zwingend im Mittelpunkt, sondern vielmehr die Gespräche: „Hier lernst du neue Leute kennen und kannst dich austauschen.“ Dank der Autos würden wahre Freundschaften entstehen. Die Zahl des vergangenen Jahres, als das Alt-Opeltreffen erstmals an der Warsteiner Welt stattfand, könne man in diesem Jahr wohl nicht übertreffen, sagt Ralf Leggewie, Mitglied der Alt-Opelfreunde und Teil des Organisationsteams: „Da waren hier 400 Autos, heute ist das Wetter zu unbeständig.“ Die Dächer der Cabrios bleiben deshalb zu. Leggewie selber ist mit einem Opel Rekord D in Warstein zu Gast. Den passenden Wohnwagen hat er für das Wochenende auf dem Campingplatz abgestellt. „Mein Rekord ist von 1972, der hat schon meinen Großeltern gehört.“ Als Kind habe er sich schon für den ocker-gelben Wagen interessiert: „Als mein Großvater dann zu alt wurde, habe ich ihm gesagt, er solle den Wagen erstmal stehen lassen.“ Rund 25 Jahre blieb der Rekord in der Garage, dann nahm sich Leggewie Schraubenzieher und Zange zur Hand: „Das was ich kann, habe ich auch selbst repariert. Das macht ja auch den Reiz an Old- und Youngtimern aus.“ Früher habe das Treffen im Salzuflener Schlosspark stattgefunden, die Warsteiner Welt sei aber eine tolle Alternative, so Leggewie. Zwischen den verschiedenen Wagen bieten die Opel-Liebhaber Ersatzteile, Pflegeprodukte und kleine Modellfahrzeuge an. Das, was das Autofahrerherz höherschlagen lässt. Auch Wolfgang Lux aus Olsberg hat ein kleines Ersatzteillager neben seinem Opel Manta aufgebaut. „Das bieten sich hier auf dem Treffen immer super an. Ich habe meinen Keller aufgeräumt und das, was man selber nicht mehr braucht, sucht vielleicht ein anderer.“

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