Radweg bis Herbst 2020

Erst Wester-Renaturierung, dann Radweg für Belecke

Belecke - Die Realisierung des neuen Radwegs in Belecke von der Paul-Gerhardt-Straße bis zur Stadtbücherei Stütings Mühle rückt näher. „Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2020 soll der Radweg fertiggestellt sein“, erklärt Johannes Hellermann vom Sachgebiet Straßen bei der Stadt Warstein.

Bevor die Stadt allerdings mit ihrer Baumaßnahme beginnen kann, muss die Renaturierung der Kleinen Wester durch den Kreis Soest durchgeführt werden.

Der in diesem Bereich stark begradigte Fluss soll zum Zweck des Hochwasserschutzes aus seinem starren Korsett befreit werden und sich wieder durch die Wiesen schlängeln. 

An Stütings Mühle soll ebenfalls für den Hochwasserschutz ein „Bypass“, so Hellermann, gelegt werden von der Kleinen Wester in den Vorteich des Mühlrads. Diesen Weg sucht sich der Fluss bereits bei Hochwasser selbst. 

Nach den aktuellen Planungen wird der Kreis Soest im Herbst mit der Renaturierung beginnen. Im Anschluss werden die Arbeiten am Radweg beginnen, der sich in seinem etwa 700 Meter langen Verlauf am bestehenden Obergraben der Wester orientieren wird. 

Er wird über einen Damm vor der Bücherei zur bestehenden Zufahrt von der Bahnhofstraße aus verbunden. Über die neue Gewässerverbindung wird eine kleine Brücke führen. Durch den neuen Damm wird der Radweg auch einen direkten Anschluss an den Möhnetalradweg bekommen. 

Zur bestehenden Baumbepflanzung am Obergraben soll beim Bau des Wegs genügend Abstand gelassen werden, um die Tier- und Pflanzenwelt in diesem Bereich nicht zu stören. 

Der Bereich um Stütings Mühle soll im Zuge dieser Baumaßnahme „weitestgehend barrierefrei“ werden, erklärte Johannes Hellermann. 

Die Planungen für Renaturierung und Radwegebau laufen bereits seit dem Jahr 2016, mussten zunächst die betroffenen Grundstücke, die sich im Besitz der Stadt, der katholischen Kirche und von Privatpersonen befanden, in eine Hand bekommen werden. 

Für den Bau des Radwegs hat die Stadt Warstein eine Summe von 270 000 Euro veranschlagt. 70 Prozent dieser Summe werden durch die Bezirksregierung Arnsberg gefördert, der entsprechende Zuschussbescheid ist mittlerweile ergangen. Die Mittel für den Bau sollen im Haushalt der Stadt Warstein für das kommende Jahr bereitgestellt werden.

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