Proklamation auf dem Drachenfels

Bernd II. und Doreen I. regieren Hirschberg

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Ortsvorsteher Stefan Toschinski übergab den symbolischen Schlüssel an das neue Regentenpaar Bernd II. und Doreen I.

Hirschberg. Unter großem Jubel wurden Bernd II. und Doreen I. Meschede am Sonntagabend als neues Hirschberger Prinzenpaar gekürt.  

Sie ist gerade erst ein paar Stunden im Amt, da hat Doreen Meschede schon ein närrisches „Problem“. Die frisch gekürte Hirschberger Karnevalsprinzession wird erstmals nicht im Romo-Zug in Belecke mitfahren. Denn närrische Möhnetal-Wurzeln hin oder her: Das Hirschberger Prinzenpaar muss natürlich auf dem Wagen der KG Hirschberg im Umzug in Suttrop und Warstein zu sehen sein. 

Mit diesem „Wermutstropfen“ trat sie an der Seite ihres Prinzen und Ehemannes Bernd am Ende aber doch begeistert ihr Amt an. So begeistert, dass sie dem ebenfalls bestens gelaunten Prinzen ein Gesangs-Ständchen brachte. „Auf diesen Augenblick wartet meine Doreen seit Jahren“, bekannte Prinz Bernd in seiner Prinzenrede augenzwinkernd. 

Bei seiner Premiere als neuer Hirschberger Sitzungspräsident – Nachfolger von Papa Rainer „Ifi“ Ifland – erzählte Steffen Ifland den Narren in der voll besetzten Schützenhalle, wie die Prinzenkür aus Sicht eines „Jungspundes“ abgelaufen ist. 

An der Seite des Kür-erfahrenen Franz-Werner Mestermann war er am Tag vor Silvester unterwegs, um das vom Vorsitzenden ausgesuchte aber noch ahnungslose Prinzenpaar zu überraschen. „Jung, unerfahren und blauäugig“, sei er gewesen und habe geglaubt, es gehe auf direktem Weg zum Ziel. 

Doch weit gefehlt. Man sei „durch Hirschbergs Gassen“ und sogar durch die Bache geirrt. So lange, bis er ein Loch in seinen Sneakers gehabt habe. Und als sie im Hubertusweg bei den Auserkorenen geklingelt hätten, sei ihnen als erstes die Tür von der Gattin sofort wieder vor der Nase zugeworfen worden. 

Prinzessin Doreen schildere in der Prinzenrede aus ihrer Sicht, wie sie erschrocken gewesen sei. „Als hätte ich erfahren, dass ich ein viertes Kind kriege“. Nur das Argument von Ehemann Bernd, dass die zwei Gäste womöglich nur kämen, weil einer der drei Söhne Kinderprinz werden solle, habe sie die Tür wieder öffnen lassen. 

Der Abend war schließlich doch von Erfolg gekrönt. „Wir sind stolz, dass ihr uns ausgewählt habt“, sagte Doreen unterm Jubel des ganzen Saales. Dass sie „als Beleckerin am Rosenmontag nun durchs Warsteiner Land fahren muss“, dafür gab´s mit einer besonders herzlichen Umarmung Trost von Bürgermeister Dr. Thomas Schöne. 

Aber auch mit einem lautstarken „Belecke Helau“ zum „Drache Siup“. Nach einem Lichtintro des Kinderelferrats war zunächst Kinderprinzenpaar Mats I. Goesmann und Lia I. Schrewe gemeinsam mit Garden und Elferrat eingezogen. Es folgte ein überzeugender Auftritt von Youngstar Carlotta Helle mit Elvira Meier an der Seite. 

Sie stellten den Sprachassistenten „Ätte“ als „digitale Innovation“ für Informationsverbreitung vor und schilderten, wie dies bei ausgewählten Probanden aussehe. „Ätte“ wusste zur Freude des Publikums so manche Kuriosität aus dem Dorfgeschehen zu berichten. 

Als 50-jährige Prinzessin wurde Wilma Schleimer geehrt. 40-Jähriges hat Margit Friedrichs. Ihr war es ein Bedürfnis ans Mikro zu treten und zu sagen, dass sie sehr glücklich sei, dass die Bühnenmalerei ihres verstorbenen Mannes Woisten Fente weiter bestehe. Raimund und Marlies Hunecke wurden als 25-jähriges Prinzenpaar ausgezeichnet. 

Für den Bund Westfälischer Karneval überreichte Bernd Hoppe Raimund Hunecke zudem die Ehrennadel in Silber. Den abgetretenen Sitzungspräsidenten Rainer Ifland ernannte Hoppe zum Ehren-Sitzungspräsidenten, ein Amt, das er selbst bei der GBK innehat

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