Ute Pluntke zeigt „Glücksmomente“ im Haus Kupferhammer

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Nahmen gestern schon mal Maß für die nächste Ausstellung: Künstlerin Ute Pluntke und Kupferhammer-Freunde-Vorsitzender Bernhard Enste.

Warstein -  „Man könnte meinen, die Ausstellung haben drei, vier oder fünf Leute bestückt.“ Und doch ist es „nur“ die Warsteiner Künstlerin Ute Pluntke, die ab dem letzten Juni-Sonntag ihre Bilder unter dem Titel „Glücksmomente – oder Malen, ein sinnliches Vergnügen“ ausstellt. Und wie unterschiedlich dieses Empfinden von Glück durch Kunst ausgedrückt werden kann, das können die Besucherinnen und Besucher in den drei Räumen und dem Flur anhand der „sehr unterschiedlichen Bilder“ mit „sehr vielen Stilen“ erkunden.

Gestern trafen sich Ute Pluntke und Bernhard Enste, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Hauses Kupferhammer, in dem historischen Gemäuer, um noch einige letzte Absprachen zu treffen und die Kompatibilität zwischen den Leinwand-Bildern und dem modernen Aufhängesystem zu testen. Welches Bild dann in gut zweieinhalb Wochen wo hängt, das steht noch nicht genau fest. „20 bis 30“ werden es vermutlich, die die Künstlerin auf drei Räume und den Flur verteilt. Dass auch letzterer bestückt wird, war Bernhard Enste wichtig – zum einen, um den Besuchern sofort beim Betreten des Hauses Kupferhammer Lust auf weitere Bilder zu machen, zum anderen, um eine Verbindung zwischen den drei Räumen zu schaffen. Die Bestückung der Wände wird Ute Pluntke in den nächsten Tagen zunächst am heimischen Computer durchspielen, dazu hat sie bereits alle Werke fotografiert. Schließlich sollen die Bilder alle bestmöglich zur Geltung kommen.

Entstanden ist der Großteil der Ausstellungsbilder innerhalb des letzten Jahres speziell für diesen Anlass. Mal mit Acrylfarbe, mal mit Lacken, mal mit Tusche, mal mit Pigmenten, mal mit Beize. Auch Blätter finden sich beispielsweise wieder, ab und an muss man nur genau hinschauen – „ich kann fast alles gebrauchen“, schmunzelt die Künstlerin. Auf die Leinwand – Ute Pluntke bevorzugt das quadratische Format – gebracht wird das Material mit unterschiedlichen Techniken. Mal für Fließbilder in der Schütt-Technik, mal entstehen mit grafischen und malerischen Elementen Schichtbilder, mal werden reliefartige, strukturierte Bilder geschaffen, mal werden Schablonenstrukturen gesprüht, gerne kombiniert sie altbewährtes mit modernem. „Sie sind sehr unterschiedlich – aber so bin ich“, erläutert die Künstlerin im Pressegespräch. Sie legt viel Wert darauf, dass ihre Bilder aus einem Impuls heraus entstehen, nicht durch eine Stimmung, und am Ende „Freude und Lebendigkeit“ ausstrahlen, den Spaß wiedergeben, den sie bei der Schaffung hatte. Dabei setzt sie – ganz unabhängig von der gewählten Technik – stets auf „energiegeladene Farben“, um ihrer „experimentellen Acrylmalerei“ eine „geheimnisvolle Wirkung“ zu verleihen.

Mit den farbintensiven Bildern will Ute Pluntke „wahre Glücksmomente“ widerspiegeln, sie schwärmt dabei „vom Glück, den Dingen ihren Lauf zu lassen“.

Es ist bereits die fünfte Ausstellung, die Ute Pluntke bestreitet. Die gelernte Diplom Grafik-Designerin ist seit einigen Jahren als Lehrkraft am Berufskolleg in Lippstadt und seit letztem Jahr auch am Warsteiner Gymnasium tätig. Zudem leitet sie seit zwölf Jahren die eigene Warsteiner Malschule für Kinder und Erwachsene.

Eingeladen sind alle Kunstinteressierten am Sonntag, 25. Juni, um 11 Uhr zur Ausstellungseröffnung. Bernhard Enste wird ein paar einleitende Worte sagen, die Einführung in die Ausstellung übernimmt die Künstlerin selber. Umrahmt wird die kleine Matinee durch drei Musikstücke. Die Ausstellung „Glücksmomente – oder Malen, ein sinnliches Vergnügen“ ist dann im Haus Kupferhammer bis zum 29. Oktober während der Museums-Öffnungszeiten (samstags und sonntags von 14.30 bis 17 Uhr, sonntags von 10.30 bis 12.30 Uhr) zu sehen.

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