Piraten wollen 2014 in Warsteiner Rat
WARSTEIN - Von dem enormen Zuspruch, den die Piratenpartei durch die Wahl in den Berliner Senat im Jahr 2011 hatte, konnten die Warsteiner „Piraten“ nicht direkt profitieren. Sie waren vor der Wahl zu fünft, und sind es noch immer.
Bewegung gab es im Kreis Soest, und da mischt Stefan Posdzich als stellvertretender Kreisvorsitzender mit. Während die Zahl in Warstein stagnierte, stieg sie im Kreis von 28 auf 40. „Wir müssen uns lokal erst noch finden“, meinte Stefan Posdzich, der die geringe Bewegung auch damit erklärte, dass sich die Aktiven mehr mit dem Grundsatzprogramm als mit Mitgliederwerbung beschäftigt haben. „Das ist eine ganz enorme Arbeit, weil wir es offen im Internet diskutieren und formulieren“, sagte der 27-jährige Fachmann für Lagerlogistik.
Die örtliche Ebene will er aber auf jeden Fall näher ins Auge fassen, denn der Wunsch von Stefan Posdzich ist, bei der Kommunalwahl 2014 in den Warsteiner Rat einzuziehen. Bei der derzeitigen politischen Stimmungslage würde dies wohl passieren, wenn sie sich bis dahin hält, und der Wegfall der Fünf-Prozent-Hürde auf kommunaler Ebene erleichtert das Erreichen dieses Ziels ebenfalls. Allerdings hält er es für schwierig, Kandidaten für alle 19 Wahlbezirke zu finden. Aber Posdzich will alles geben, um so möglichst viele Stimmen zu sammeln. Die Kreisebene verliert er nicht aus den Augen, auf der Kreismitgliederversammlung im März soll ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet werden, das auch die lokale Arbeit prägen soll. Rückenwind bekommen die Piraten im Kreis zudem noch von den politischen Entwicklungen in Werl, wo die zwei Ratsmitglieder der Partei Die Linke sich den Piraten anschließen wollen, sowie sechs weitere Linke-Parteimitglieder: „Das bedeutet, dass die Piraten erstmals in einem Kommunalparlament in Nordrhein-Westfalen vertreten sein werden“, frohlockt Posdzich. - pit