Eine halbe Million Euro Umbaukosten

Pfarrhaus in Warstein wird zur Verwaltungszentrale umgerüstet

Großbaustelle Pfarrhaus: Verwaltungsleiter André Wessel und Kirchenvorstand Jürgen Kösters freuen sich, dass zukünftig der Pastorale Raum Warstein von der Warsteiner Zentrale aus optimal organisatorisch betreut werden kann.
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Großbaustelle Pfarrhaus: Verwaltungsleiter André Wessel (links) und Kirchenvorstand Jürgen Kösters freuen sich, dass zukünftig der Pastorale Raum Warstein von der Warsteiner Zentrale aus optimal organisatorisch betreut werden kann.

Das Rathaus der Stadt (und sogar der strahlende neue Anbau) liegt in Sichtweite. Dort ist das Herz der Stadtverwaltung angesiedelt. Ein paar Meter weiter entsteht derzeit das Pendant auf Ebene des Pastoralen Raumes Warstein. Das Pfarrhaus der Kirchengemeinde St. Pankratius Warstein wird umgebaut zu einer Verwaltungszentrale. Eine halbe Million Euro lässt sich die katholische Kirche die Anpassung an die geänderten Strukturen, die in die kirchliche Zukunft weisen, kosten. 400 000 Euro trägt das Erzbistum Paderborn, 100 000 Euro müssen aus den Rücklagen der heimischen Kirchengemeinden aufgebracht werden.

Warstein – Das Pfarrhaus in Warstein war auch in der Vergangenheit mehr als das reine Wohnhaus des Pfarrers. Bevor das Gemeindezentrum gebaut wurde, beherbergte es nicht nur ein Pfarrbüro, sondern im Anbau (der ursprünglich sogar einmal Stallgebäude war) auch den Pfarrsaal und die kirchliche Pfarrbücherei. „Daran kann ich mich noch gut erinnern“, sagte Jürgen Kösters, ehrenamtlich Kirchenvorstand. Mit dem Bau des Gemeindezentrums Anfang der 1980er Jahre konnte der Anbau dann zu Garagen umgenutzt werden. Und nun gibt es die historisch gesehen vierte Nutzung. Pfarrer Gudermanns Auto erhält eine neue Garage mit einer neuen Zufahrt vom Nicolaiweg und das Garagengebäude wird zum neuen barrierefreien Zentralbüro des Pastoralen Raumes umgebaut.

Über die nun erreichte Barrierefreiheit freut sich André Wessel besonders. „Das war uns ein großes Anliegen“, sagt er. Dies sei für viele Besucher eine wirkliche Erleichterung. Im Oberschoss des Anbaus erhalten die Gemeindereferentinnen ihre Büros – mit Panoramablick auf Oberhagen und Piusberg.

Aber auch im Haupthaus selbst wird großflächig umgebaut und modernisiert. Neue Fenster, ein neues Dach, eine zeitgemäße Lichtanlage und neue Sanitärräume werden installiert. Pfarrer Gudermann erhält außerhalb seiner Privatwohnung, die im Obergeschoss liegt, ein Büro und eine deutlichere Trennung vom Verwaltungstrakt. Sein Wohnungseingang wird auf die andere Seite des Hauses verlegt – mit direktem Zugang zur neuen Garage.

Zur Freude der Verantwortlichen war der Dachstuhl im besten Zustand. Natürlich war eine komplette Dachisolierung fällig und auch eine neue Eindeckung. Verloren gehen dabei zwei metallene Dachspitzen, die nur eine reine Dekoration aus der Zeit der Errichtung Ende des 19. Jahrhunderts bildeten.

Kräftig ins Zeitkontor geschlagen haben die unerwartete Lieferprobleme beim Material. „Wir haben die Aufträge schon im Juli 2020 erteilt“, sagte Jochen Kösters. Eigentlich sollte die Arbeiten schon viel weiter sein. Davon sei selbst das Architekturbüro überrascht, sagte André Wessel, der sein Büro im Erdgeschoss des Pfarrhauses erhält. Zu den zeitlichen Verzögerungen kommt noch die Urlaubszeit hinzu. Insbesondere Pfarrer Gudermann lebe nun schon ein Jahr lang auf der Baustelle. Doch herrsche bei allen die Hoffnung vor, dass die baulichen Verbesserungen dafür entschädigen.

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