Motto: "Wir lassen uns entführen"

Sommerhitze macht´s möglich: Schlafen unter freiem Himmel im Zeltlager 

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Pizzaschnecken auf dem Lagerfeuer: Das ist nur im Zeltlager möglich

Warstein/Hameln. Regenjacke, Gummistiefel, Wanderschuhe, Kluft und jede Menge Süßigkeiten im Gepäck – so machten sich 31 Pfadfinder am ersten Samstag der Sommerferien auf den Weg ins alljährliche Sommerzeltlager der Pfadfinder.

Von Corinna Köhler

Von Lippstadt aus ging es mit dem Zug nach Hameln. „Die Anreise mit dem Zug ist nur möglich, weil die Fahrschule Behme uns großzügigerweise ihren LKW zum Material- und Gepäcktransport zur Verfügung stellt“, betont Hanna Schrewe. Am Zeltplatz inmitten der Natur angekommen, erwartete die Teilnehmer über zehn Tage verteilt ein buntes Programm mit Tagesausflügen und Workshops. Passend zur Stadt des Rattenfängers lautete das Motto „Wir lassen uns entführen“. Entführt wurden die Kinder direkt zu Beginn des Zeltlagers in das Weserbergland. In Porta Westfalica wurde mit einem Besuch beim Kaiser-Wilhelm-Denkmal zunächst das Wahrzeichen der Stadt genauer erkundet. Schnell wurden die befestigten Wege verlassen und es ging über Stock und Stein ab in den Wald. Dort gab es nicht nur eine Höhle, sondern auch die Ausgrabungsstätte der Kreuzbergkapelle und den Molketurm zu entdecken. Endziel war an diesem Ausflugstag die Stadt Minden, in der die Kinder noch genug Zeit hatten, um die Stadt in Kleingruppen zu erkunden und ein Eis zu essen. Das schöne Wetter wurde ebenfalls für eine Wanderung am Ith genutzt. Highlight bei der Erkundung des Gebirgszugs war dabei der Aussichtsturm mit wunderbarem Blick auf die Umgebung. Auch die sechs Kilometer vom Zeltplatz nach Hameln wurden zu Fuß bewältigt. Eine Stadtführung bot die Möglichkeit, noch mehr über die bekannte Rattenfängersage zu erfahren und alle noch offenen Fragen zu stellen. In der Schauglasbläserei lernten wir das beeindruckende Handwerk der Glasherstellung genauer kennen. Doch nicht nur in der Stadt des Rattenfängers, sondern auch auf einer Nachtwanderung machten die Pfadfinder mit dem Rattenfänger und seinen Flötengeräuschen Bekanntschaft. Zum Glück sorgten die zehn erfahrenen Leiter dafür, dass alle Kinder die restliche Nacht im sicheren Schlafsack verbringen konnten! Langweilig wurde es aber auch dann nicht, wenn die Tage auf dem Zeltplatz verbracht wurden. „Sobald die Sonne schien, ging es für die gesamte Truppe ins Waldfreibad und wir stürzten uns ins kühle Nass“, schwärmte Michael Niggemann vom Zeltplatz. Das Bergfest in der Mitte des Zeltlagers stand diesmal unter dem Motto „Schützenfest“. Moritz war derjenige, der den Vogel abschoss und Cara zur Königin wählte. Gefeiert wurde genauso, wie es ein ordentliches Schützenfest verlangt: mit einer Parade über den gesamten Zeltplatz sorgten wir auch bei unserem Mitcampern für Feststimmung. Zur Feier des Tages wurde das gemeinsame Abendessen an einer großen Festtafel eingenommen -und es gab sogar gebrannte Mandeln und Marshmallows am Lagerfeuer. Ebenfalls Tradition hat der Lagergottesdienst. Dieser wurde diesmal mitten im angrenzenden Wald gefeiert. Ausgehend vom Evangelium schickte Kurat Lukas Schröder die Pfadfinder auf Wundersuche, um die Sinne für die kleinen und großen Wunder Gottes zu schärfen. Etwa nach der Hälfte des Gottesdienstes erlebten jedoch alle ein besonderes Wunder: Der Gottesdienst musste abgebrochen werden, weil es plötzlich stürmte und tischtennisballgroße Hagelkörner vom Himmel geschossen kamen. Ein Glück, dass alle Zelte heile blieben! Die Pfadfinder wurden ebenfalls bei den Workshops gefordert. Ihr handwerkliches Geschick stellten sie unter Beweis, indem sie beispielsweise einen Bannermasten, ein Insektenhotel oder ein Badmintonfeld bauten. Teamarbeit war auch während des Ganztagesspiels gefragt. Hier mussten die Pfadfinder gemeinsam ihre Geschicklichkeit, Orientierung, Aufmerksamkeit oder ihr Weltwissen unter Beweis stellen. Besonders abenteuerlich war die letzte Übernachtung im Sommerlager: weil die Zelte bereits abgebaut waren, schlief der gesamte Stamm unter freiem Himmeln und konnte Sterne und Sternschnuppen beobachten. „Es gibt wirklich keine bessere Möglichkeit, eine warme Sommernacht zu nutzen“, so Markus Lankowski. Und so wurde auch in diesem Sommer das Motto des Stammes „Wir machen Abenteuer möglich!“ mit jeder Menge Spaß umgesetzt.

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