Rettungsdienst muss immer öfter rangieren

Parkchaos rund ums Warsteiner Krankenhaus

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Gerade, als Erwin Koch die beengte Situation durch parkende Autos zeigen wollte, musste der Rettungswagen zum Einsatz ausrücken.

Warstein – „Überrascht“ zeigte sich Erwin Koch am Donnerstag, als er von der Planung für eine Caritas-Tagespflege plus Wohnungen an der Hospitalstraße gegenüber dem Krankenhaus Maria Hilf in der Zeitung las.

In seiner Funktion als Kreistagsabgeordneter setzte er schon zum Frühstück eine E-Mail an Bürgermeister Dr. Thomas Schöne ab: „Da ich seit einiger Zeit die katastrophale Parkplatz-Situation am Krankenhaus beobachten, speziell den Bereich der Ausfahrt unserer Rettungsdienstfahrzeuge des Kreises, hat mich die Aufgabe des Mitarbeiter-Parkplatzes doch überrascht.“

Die Ausfahrt der Rettungswagen und die Warenanlieferung für das Krankenhaus liegen an der Straße Mühlenecke. Eher eine etwas breitere Gasse, die auch Zufahrt zu einem weiteren Mitarbeiterparkplatz ist und in der Besucher und Anwohner parken. „Es wird zunehmend schwieriger für die Fahrer, hier durchzukommen. Der Wirkungsfreiraum für die Einsatzfahrzeuge wird oft so eingeengt, dass rangiert werden muss.“ Was auch der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes beim Kreis Soest, Hans-Peter Trilling, bestätigt: „Ich bin regelmäßig vor Ort und sehe, wie manchmal rangiert werden muss. Bei der Ausfahrt wie auch, wenn die Wagen rückwärts wieder eingeparkt werden.“

Krankenwagen stoßen an Poller

Trilling bezeichnete es als „positives Zeichen, wenn sich mit dem Thema auseinandergesetzt wird“. Doch betrachtet der Soester ein anderes Problem als gravierender: Die Liegendanfahrt zum Krankenhaus an der Hospitalstraße. „Da berichten unsere Fahrer gelegentlich, dass sie kleine Schäden verursacht haben, weil sie wegen des verengten Wendekreises an Poller gestoßen sind.“ Taxifahrer, aber auch andere Autofahrer würden „nur mal kurz“ hier parken, was durchaus kritisch sein könne, wenn ein Patient mit dem Rettungswagen gebracht werde.

Die Parkplatzsituation im gesamten Krankenhausbereich sei kritisch, und sie werde sich noch verschärfen, wenn der Schotterparkplatz für die Mitarbeiter unterhalb des Verwaltungsgebäudes für das Tagespflegezentrum wegfalle: „Dann wird es eng. Wenn in die konkrete Planungsphase eingetreten wird, dann muss dringend an die Verkehrsführung gedacht werden.“

"Zukunftsfähige Planungen angesagt"

Was sich mit den weiteren Ausführungen von Erwin Koch an den Bürgermeister deckt, dem er im zweiten Absatz seiner E-Mail mitteilt: „Das Bauvorhaben der Caritas ist eine tolle Sache. Wir sollten aber die Neuausrichtung der Parkplatzflächen nicht allein dem Ordnungsamt überlassen. Hier sind zukunftsfähige Planungen, insbesondere für den Krankenhaus- und Rettungswachenstandort angesagt.“

Und die will Warstein Bürgermeister Dr. Thomas Schöne im Mai angehen: „Es ist schon länger ein Termin mit Caritas-Geschäftsführer Lutz Gmel und der Krankenhausleitung für Mai geplant, und es werden auch die Anwohner und die Mitarbeitervertretung ins Boot geholt. Klar ist: Die Zeit baulicher Maßnahmen an sich bringt naturgemäß Einschränkungen mit sich. Natürlich müssen wir überlegen, wie wir die verkehrliche Situation für die Bauphase und die Zeit danach in den Griff bekommen.“

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