Tag der offenen Tür in Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder (BEJuKi)

Umzug ist abgeschlossen, Beratungsarbeit läuft

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Viele Gäste kamen gestern zum Tag der offenen Tür der Caritas-Beratungsstelle nach dem Umzug nach Belecke.

Belecke - Der Umzug ist abgeschlossen. Die Beratungsarbeit läuft. Doch der Alltag ist noch nicht ganz in den neuen Räumen der Beratungsstelle für Eltern, Jugendliche und Kinder (BEJuKi) angekommen. Am gestrigen „Tag der offenen Tür“ nutzten viele Interessierte die Gelegenheit zum kleinen Rundgang durch das neue Refugium im Obergeschoss der Caritas-Sozialstation am Horkamp.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Caritasverbands Kreis Soest, Lutz Gmel, etwa 60 Gäste zu einer Feierstunde begrüßt, unter ihnen Vertreter von Kreis, Stadt, den Kirchengemeinden und der sozialen Einrichtungen im Kreisgebiet. Dabei thematisierte er zunächst die wichtige Aufgabe der Erziehungsberatung, die die Caritas seit nunmehr 40 Jahren an vier Standorten im Kreisgebiet leiste. Wesentlich sei sie, weil sie im Kern der Gesellschaft greife: „Die Veränderungen in den Familien sind groß.“ Negative Auswirkungen, unter anderem von steigenden Scheidungsraten, sexualisierter Gewalt und medialen Problematiken, seien in den letzten Jahren auch in den Beratungsstellen mehr und mehr zum Thema geworden. Beratung werde in diesem Zusammenhang immer wichtiger und umso mehr freue er sich, dass diese Aufgabe am Standort Warstein wahrgenommen werde: „Dazu braucht es eine gute Struktur – sprich: gute Räume.“

In ihnen wird gute Arbeit geleistet, davon ist Andreas Plotz, seit dem 1. Januar Teamleiter am Standort Warstein, überzeugt. Wie sein Vorredner dankte er insbesondere dem Team, das in den vergangenen Monaten neben der täglichen Arbeit auch noch den Umzug gestaltet habe. Am Ende sei man von den Mitarbeiterinnen der Sozialstation und der Tagespflege herzlich aufgenommen worden. Im Vorfeld der Einweihungsfeier habe er sich überlegt, was er den Gästen erzählen möchte: „Fallzahlen? Komplexität der Fälle, irgendwie Neues?“ Seine Entscheidung, davon zu berichten, was ihn während der Arbeit bewegt und berührt, kam gut an. Dabei geht es, wie Plotz betonte, nicht so sehr um kluge Ratschläge, nicht um das richtige Verfahren, nicht um die richtige, gute Frage und schon gar nicht um die richtige Lösung: „Es geht darum, dass Kinder, Jugendliche und Eltern erleben, dass es Menschen gibt die sich nicht abwenden. Sondern Menschen, die da bleiben, beruhigen, mitgehen und vielleicht im zweiten Schritt gemeinsam eine Lösung entwickeln. Ich glaube das ist es, was wir hier tun sollten.“

Nachdem die Geistlichen beider Konfessionen, Pfarrer Markus Gudermann und sein Amtskollege Uwe Müller alle 11 Räume gesegnet hatten, waren die insgesamt 180 Quadratmeter zur Besichtigung frei gegeben. Die Gäste inspizierten Sekretariat und Empfang, ließen sich am runden Teambesprechungstisch nieder und einige kuschelten sogar auf den gemütlichen Sitzkissen des Spieltherapieraumes. 

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