NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zu Besuch in Warstein

Krankenhaus Maria Hilf „steht nach jetzigen Erkenntnissen nicht in Frage“

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Warstein - „Dieser Standort steht nach den jetzigen Erkenntnissen des Ministeriums nicht in Frage.“ Diese gute Nachricht überbrachte Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, am Freitagnachmittag bei seinem Besuch im Warsteiner Krankenhaus Maria Hilf.

Vor dieser Aussage hatte der Minister, der von Norbert Becker im Namen des CDU-Stadtverbands eingeladen worden war, den Ausführungen der Krankenhaus-Verantwortlichen über ihr Haus gelauscht und dabei immer wieder anerkennend genickt.

So zum Beispiel als er von Dr. Rolf Cramer von der Maria Hilf-Kooperation mit dem Clemenshospital Münster im Bereich der Neurochirurgie oder der intensiven Nutzung der Telemedizin hörte. 

Oder als Geschäftsführer Gunnar Stammen von der starken Vernetzung im fachärztlichen Bereich berichtete. 

Oder als Jochen Jungbluth von der Deutschen Klinik-Union erklärte, dass Maria Hilf ein Erfolgsmodell sein, weil es trotz seiner geringen Größe und der ländlichen Strukturen „bedingt profitabel“ sei, was nur durch die Anstrengung aller Beteiligten möglich sei. 

Bevor sich Laumann dann von Gero Strosing den Schockraum und den neuen Hubschrauberlandeplatz des Krankenhauses zeigen ließ, äußerte er sich zum Mangel an Landärzten. „Ich bin überzeugt davon, dass es junge Menschen gibt, die sich vorstellen können, Landarzt zu werden, aber keinen Studienplatz bekommen“, erklärte er. 

Daher sieht er die Einführung der Landarztquote beim Studium als einen wichtigen Ansatz zur Lösung dieses Problems an. Medizinstudenten, die sich verpflichten, sich nach dem Studium in ländlichen Gebieten niederzulassen, sollen dabei vom Numerus Clausus ausgenommen werden. 

Zu Beginn seines Besuchs in Warstein, zu dem auch die beiden heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Blöming und Heinrich Frieling angereist waren, hatte sich Karl-Josef Laumann im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. 

Hier hatte sich der CDU-Politiker zum Thema Mangel bei Pflegekräften geäußert. Alleine in Nordrhein-Westfalen würden aufgrund der steigenden Zahl der zu Pflegenden pro Jahr 4000 neue Pflegekräfte gebraucht. „Ich werde nicht so viele Kräfte besorgen können, wie wir sie brauchen“, erklärte er ehrlich. 

„Als ich das erste Mal Minister war, war das Problem, dass kein Geld da war für Personal. Jetzt ist Geld da, aber es fehlt an jeder Ecke und Kante an Menschen.“ Daher seien künftig verstärkt Familien, Freunde, Nachbarschaften und auch Vereine gefordert. „Die Vereinswelt muss sich um Altersheime kümmern“, fordert er dazu auf, diese Einrichtungen genau wie Kindergärten oder Schulen in das öffentliche und soziale Leben eines Ortes miteinzubeziehen.

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