NRW-Ehrenamtskarte jetzt auch in Warstein

Manfred Gödde und Andrea Hankeln unterschrieben am Donnerstag die Verträge zur Projektbeteiligung Warsteins.
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Manfred Gödde und Andrea Hankeln unterschrieben am Donnerstag die Verträge zur Projektbeteiligung Warsteins.

WARSTEIN -  „Ein Ehrenamt ist Ehrensache. Und die soll geehrt werden!“ Am 4. November 2013 wurde auch in Warstein beschlossen, sich an dem Projekt des Landes NRW zur Einführung der Ehrenamtskarte zu beteiligen. Am Donnerstag unterschrieben Bürgermeister Manfred Gödde und Andrea Hankeln, Referentin für bürgerschaftliches Engagement im nordrheinwestfälischen Familienministerium, den dazugehörigen Vertrag.

„Bürgerinnen und Bürger, die sich über das normale Maß hinaus engagieren und nicht bereits auf anderem Wege eine Würdigung ihrer Arbeit erhalten haben, sollen die Ehrenamtskarte ausgehändigt bekommen“, so die Ministeriums-Referentin. Mit dieser Karte erhalten die jeweiligen Inhaber Ermäßigungen wie zum Beispiel beim Eintrittpreis in öffentlichen und privaten Einrichtungen. „Bei den öffentlichen Einrichtungen haben wir bereits Nägeln mit Köpfen gemacht“, lautete das Statement von Josef Pieper, Sachgebietsleiter für Soziales, Schule und Sport. So sollen Karteninhaber Eintritts-Vergünstigungen ins Warsteiner Allwetterbad (Werktags drei statt fünf Euro, am Wochenende vier statt 5,50 Euro), bei Kupferhammer-Konzerten (15 statt 25 Euro) und dem Neujahrskonzert (20 statt 27 Euro) erhalten. Auch die Nutzung der Stadtbüchereien wird für Inhaber günstiger: Der Jahresbeitrag kostet sie nur noch sechs Euro statt 13,50 Euro.

Doch nicht nur in Warstein, sondern in ganz NRW erhält man durch die Karte Vergünstigungen: „Warstein ist die 197. Gemeinde im Land, die sich am Projekt beteiligt. Ehrenamtskarteninhaber haben damit die Möglichkeit an allen im Land NRW bewährten Ermäßigungen und alle zur Verfügung gestellten Aktionen teilzunehmen“, so Andrea Hankeln.

Doch nicht jeder, der ein Ehrenamt leistet, kommt für den Erhalt der Karte in Frage: „Eine Ehrenamtskarte kann bekommen, wer durchschnittlich mindestens fünf Stunden in der Woche, oder 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich in Warstein tätig ist und in der Stadt Warstein wohnhaft ist. Zudem dürfen sie für ihre Tätigkeit keine gesonderte Aufwandsentschädigung bekommen, die über entstandene Kosten wie Fahrt- oder Weiterbildungskosten hinausgehen“, erklärte Referentin Hankeln.

„Vor allem die Mitglieder unserer freiwilligen Feuerwehr besitzen in meinen Augen einen besonderen Status des Ehrenamtes. Denn ohne sie, könnte sich kein Bürger sicher fühlen“, unterstrich Bürgermeister Gödde. Seitens der Verwaltung stelle man sich momentan auf rund 40 Personen ein, die diese Kriterien erfüllen würden: „Das ist natürlich eine grobe Schätzung, in einem Jahr kann man da weiter schauen“, blickte Josef Pieper nach vorn, „man muss immer daran denken, dass die Karte eine besondere Wertschätzung ist, die Personen erhalten, die für ihr Ehrenamt einen besonders enormen, zeitlichen Aufwand betreiben.“

Anträge können bei Frau Fleige im Warsteiner Rathaus eingereicht werden. - ds

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