Ursache: Fehlende Vorsicht

Und das im November! Feuerwehr muss Waldbrand in Hirschberg bekämpfen

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Ein Landwirt hatte das Feuer gemeldet, nachdem er die starke Rauchentwicklung entdeckt hatte.

Hirschberg - Am Dienstagmorgen wurde die Feuerwehr zu einem Waldbrand an der Sauerlandstraße gerufen. Die Einsatzkräfte aus Hirschberg, Allagen und Warstein konnten Schlimmeres verhindern. Dieser Fall zeigt, wie hoch die Waldbrandgefahr trotz der vereinzelten Niederschläge der vergangenen Tage ist.

Um 8.46 Uhr hatte ein Landwirt die starke Rauchentwicklung bemerkt und den Notruf gewählt. Das Feuer war auf dem Waldboden ausgebrochen und fraß sich schnell voran.

Der Landwirt machte die nach kurzer Zeit eintreffenden Feuerwehrleute an der Sauerlandstraße auf sich aufmerksam, lotste sie durch den Wald zum Feuer. Obwohl die brennende Fläche mit schätzungsweise 30 bis 40 Quadratmetern noch überschaubar war, war ein massiver Wassereinsatz nötig, um eine Ausbreitung der Flammen auf dem trockenen Waldboden zu verhindern.

Und das im November: Waldbrand in Hirschberg

So waren die kompletten 1000 Liter Wasser aus dem Löschgruppenfahrzeug Logistik und weitere Reserven aus dem Tanklöschfahrzeug der Löschgruppe Hirschberg nötig, um das Feuer zu bezwingen.

Feuerwehr-Chef mahnt zur Aufmerksamkeit

„Es war wichtig, dass der Mann sofort den Notruf wählte, als er den Rauch entdeckt hatte. Obwohl der Sommer vorbei ist und es in den vergangenen Tagen hin und wieder mal geregnet hat, ist der Waldboden in wenigen Zentimetern Tiefe noch komplett trocken“, mahnte Stadtbrandinspektor Michael Döben. 

Das Feuer breitete sich schnell aus - schnelle Hilfe war gefragt.

„In den Köpfen der Menschen steht der Winter vor der Tür. Und durch die kurzen Regenfälle glaubt man, alles sei nass – ist es aber nicht. So eine lange Dürre gab es lange nicht – dementsprechend muss weiter große Vorsicht im Wald geboten sein.“

Der Stand der polizeilichen Ermittlungen

Fehlende Vorsicht ist wohl auch der Grund, warum es in dem Waldstück überhaupt zum Feuer kam: Die Polizei geht davon aus, dass eine glimmende Zigarettenkippe den Waldboden in Brand gesetzt hat, erklärte Polizei-Pressesprecher Frank Meiske. Der weiterhin akuten Waldbrandgefahr könne man nur begegnen, indem weiter vor ihr gewarnt wird, sagte Michael Döben.

Die Löschkräfte mussten den Boden umgraben - dadurch wurde verhindert, dass Glutnester wieder aufflammen konnten.

Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Die Löschgruppen Hirschberg und Allagen werden bei Einsätzen an der Sauerlandstraße grundsätzlich parallel alarmiert und fahren die Einsatzstelle von beiden Seiten aus an. 

Am Tag muss der Löschzug Warstein die Löschgruppe Hirschberg unterstützen, da tagsüber zu wenig Hirschberger Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, weil zu viele von ihnen in anderen Städten arbeiten.

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