Versprochene Schnelltests fehlen

Kirchliche Kitas warten noch immer auf Schnelltests

Corona Selbsttest Kindergarten
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In kirchlichen Kitas müssen die Eltern noch auf eine Testmöglichkeit für ihre Kinder warten.

In dieser Woche sollte es eigentlich auch mit den Schnelltests in den Kindertagesstätten losgehen. Für jedes Kind und jeden Mitarbeiter wollte das Land NRW zwei Tests pro Woche bereitstellen. Doch die kirchlichen Träger sind bis heute noch immer nicht mit den angekündigten Tests versorgt.

Warstein – „Die Tests sind noch nicht ausgeliefert worden“ erzählt Kirsten Tischer, Fachbereichsleiterin der Katholischen Kitas Hellweg. „Wir haben die Info, dass das auch noch ein bisschen länger dauern könnte.“

Ihre Einrichtung trägt im Warsteiner Stadtgebiet gleich vier Kitas: Heilig Kreuz und St. Pankratius in Belecke, St. Antonius in Allagen sowie St. Petrus in Warstein.

Niemand weiß, wann die Tests kommen

Ähnliches berichtet Diana Junker-Thiemann, Fachberaterin für die Kitas des Evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg und in Warstein damit zuständig für den Zachäus-Kindergarten Belecke. „Das Land wollte die Tests an die Diakonie schicken, die sie wiederum an uns senden soll“, erklärt sie. Das lasse bislang allerdings auf sich warten, was Junker-Thiemann überhaupt nicht passt. „Das Land hat die ganze Aktion großspurig angekündigt, und jetzt kommt an der Basis nichts an.“

Wann genau die versprochenen Tests bei den Trägern oder Kitas eintreffen werden, wissen weder Tischer noch Junker-Thiemann. „Wir warten stündlich darauf“, meint die Fachberaterin des evangelischen Kirchenkreises.

Einsatz von mobilen Testteams verlängert

Das Hauptproblem sehen die konfessionellen Träger allerdings nicht darin, dass die Kinder aktuell nicht getestet werden, sondern in den Unsicherheiten für die Mitarbeiter in den Kitas. „Die sind jeden Tag ganz nah dran an den Kleinen und können dabei auch nicht immer Maske tragen“, sagt Junker-Thiemann. Schließlich sind die fehlenden Tests auch für die Erzieher gedacht.

Daran hat das Familienministerium mittlerweile aber gearbeitet. Bis zu den Osterferien waren mobile Testteams in die Kitas gekommen, um dort regelmäßig die Mitarbeiter auf Corona zu testen. Eigentlich endete dieses Programm aber am Montag, doch angesichts der stockenden Schnelltest-Beschaffung hat Düsseldorf dieses Programm nun bis zum 25. April verlängert. „Das ist gut“, freut das Tischer. „So können sich zumindest die Mitarbeiter Gewissheit verschaffen.“

Städtische Kitas haben ihre Tests erhalten

In den städtischen Kitas läuft das Testen dagegen fast wie geplant. Am Montag kamen die Schnelltests beim Warsteiner Jugendamt an, am Dienstag wurden sie an die städtischen Einrichtungen verteilt. „Wir haben alle Test rausgegeben“, berichtet Andreas Plenge vom Jugendamt. „Ab nächster Woche sollen die Kitas dann direkt beliefert werden.“

Im Familienzentrum „Haus für Kinder“ am Mühlenbruch hat Leiterin Bianca Bräutigam für jedes Kind ein Tütchen mit zwei Tests gepackt und diese den Eltern mitgegeben. Anders als in den Schulen besteht für die Kleinen in den Kitas jedoch keine Testpflicht. Die Nutzung des Angebots erfolgt auf freiwilliger Basis. „Eine Rückmeldung von den Eltern haben wir dazu bisher aber noch nicht erhalten“, erzählt Bräutigam. „Doch die Kinder sind nicht unbedingt begeistert vom Stäbchen in der Nase, sagen sie.“

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