Neues Domquartier in Warstein 

Erinnerungen in Beton versenkt

Warstein – Die Ausgabe unserer Zeitung vom Dienstag, 23. Juli 2019, einen Schützenfest-Pin und ein bisschen Kleingeld aus dem Portemonnaie von Bürgermeister Dr. Thomas Schöne und seinem eigenen versenkte Frank Cramer  in einer Edelstahl-Thermoskanne für die Ewigkeit in der Beton-Bodenplatte des Domquartiers.

„Wenn jemand das Gebäude in 300 Jahren abreißt, dann kennt er dessen Ursprung“, meinte der Ehemann von Brauereichefin Catharina Cramer, mit der er gemeinsam den Komplex in zwei Abschnitten gegenüber dem Rathaus an Hauptstraße und Dieplohstraße baut. 

Gut 7,5 Millionen Euro investieren sie mit ihrer Bricks.One GmbH in die Gebäude und ein Parkdeck. Baubeginn war am 8. Mai, dem Mittwoch nach dem Spargelsonntag 2019, und im April/Mai 2020 sollen die ersten Mieter einziehen.

 Frank Cramer ist Bauunternehmer und kann anschaulich erklären, welche Gedanken hinter dem späteren Aussehen des Baukörpers stehen und welche Feinheiten bei der Ausführung beachtet werden. Dazu gehörte in sengender Sonne gestern der Satz: „Danke, dass Ihr das durchzieht!“ an die Baukolonne von Polier Sergej Pflug, die der Hitze dieser Woche trotzt. 

Nicht nur zur Feier des Tages ließ er einen Kühlcontainer mit alkoholfreien Getränken aus der Waldbrauerei auffahren: „Das machen wir zwischendurch immer mal“, so Cramer, der mit den Männern „auf Augenhöhe“ kommuniziert. Schließlich bauen sie „etwas Schönes für die ganze Stadt Warstein“, wie Bürgermeister Dr. Schöne anmerkte. 

In der Architektur wird das gerade entstehende Gebäude angelehnt an die alte Brauereiverwaltung, die ins Sichtweite insbesondere der zukünftigen Mieter der Mansardenwohnungen im dritten Obergeschoss liegt. 

Im Erdgeschoss entstehen Geschäfte, über deren Mieter Frank Cramer in wenigen Wochen sprechen kann, und in den Geschossen eins und zwei werden sich Dienstleister wie Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sowie Ärzte mit ihren Praxen niederlassen. 

Insgesamt werden ca. 15 Wohnungen gebaut, davon zwei in einer Größe von jeweils über 100 Quadratmeter. „Für die Wohnungen gibt es auch schon Interessenten, aber das blocken wir noch ab. Erst, wenn die Wände verputzt und der Estrich gelegt ist, werden wir sie zur Besichtigung einladen“. 

Man werde auch auf den richtigen „Mieter-Mix“-achten, und der Bauherr verspricht „niedrige Nebenkosten“ durch einen sehr guten energetischen Standard.

 Nach Fertigstellung werden im Domquartier etwa 80 Menschen wohnen und arbeiten, für Mieter und Besucher stehen zwei Parkdecks mit insgesamt 45 Stellplätzen zur Verfügung.

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