Regierungspräsident Vogel lobt positive Veränderungen 

Neuer Rathaus-Anbau in Warstein in kleiner Runde feierlich eröffnet

Neun Orte, eine Stadt: Das hört der Bürgermeister immer gern. Und sah es gern auf dem Ortsvorsteher-Geschenk, das Rainer Kemper überreichte.
+
Neun Orte, eine Stadt: Das hört der Bürgermeister immer gern. Und sah es gern auf dem Ortsvorsteher-Geschenk, das Rainer Kemper überreichte.

Dass Bürgermeister Dr. Thomas Schöne den neuen Anbau des Rathauses als großen Erfolg sieht, war zu erwarten. Und dass Personalratsvorsitzender Meinolf Risse den Zeiten der undichten Fenster und abgelaufenen Teppichböden im alten Rathaus mit großer Freude Adieu sagt, ebenfalls. Da hätte es schon eher sein können, dass Rainer Kemper als Ortsvorsteher des kleinsten Ortsteils der Stadt in seiner stellvertretend für alle Ortsvorsteher zur Eröffnung gehaltenen Rede das Haar in der Suppe findet. Doch auch er strahlte große Freude aus, als am Donnerstagabend vor drei Dutzend geladenen Gästen aus Politik, Kirche, Verwaltung und Vertretern der bauausführenden Firmen die „Indienststellung“ erfolgte.

Warstein – „Es passt zusammen, trotz vieler Bedenken ist etwas Gutes entstanden. Auf das Geleistete können alle Stolz sein“, sagte der Waldhausener. Als anschließend aber der prominente Gast aus Arnsberg nicht nur das neue Bauwerk, sondern auch die Warsteiner selbst über den grünen Klee lobte, war dies schon ein wenig überraschender. Und er tat es auf sehr persönliche Weise: „Ich habe Warstein in den letzten Jahren ins Herz geschlossen. Hier ist für mich ein Ort, wo man sich wohlfühlen kann“, sagte der Chef der Bezirksregierung Hans-Josef Vogel.

Bürgermeister Dr. Thomas Schöne hatte in seinen Begrüßungsworten zur „Indienststellung“ des neuen Rathaus-Anbaus darauf verwiesen, dass man überörtlich auf allen Ebenen registriert habe, dass die Politik in Warstein zu neuen Gemeinsamkeiten gefunden habe. Der früher oft zu hörende Vorwurf, dass man in Warstein zerstritten sei und sich erst einmal selbst einigen solle, sei nicht mehr zu hören. „Wir haben in den vergangenen Jahren geschafft, eine hervorragende Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Es gebe durchaus Kontroversen, „aber wir haben neue Wege des Streitens gefunden.“ Dafür gebühre der Politik ein „dickes, fettes, großes Lob!“. Sein Appell: „Bitte fortsetzen! Wir haben noch wahnsinnig viel vor.“

Was den neuen, markanten Anbau mit seinem Bürgersaal, dessen große Fenster zum Marktplatz und zur St. Pankratius-Kirche weisen, angehe, hob er zum einen „die kluge, vorausschauende und nachhaltige Finanzpolitik“ von Kämmerer Stefan Redder. Zum anderen dankte er im Namen der ganzen Stadt Fachbereichsleiterin Sabine Leitner für ihren persönlichen Einsatz und die Einbindung ihres „Netzwerkes auf vielen Ebenen.“ Er hob hervor: „Trotz Corona und in Zeiten explodierender Baukosten haben wir sowohl den Zeitplan als auch den Kostenrahmen eingehalten.“

„Indienststellung“ des „neuen“ Warsteiner Rathauses

„Indienststellung“ des „neuen“ Warsteiner Rathauses
„Indienststellung“ des „neuen“ Warsteiner Rathauses
„Indienststellung“ des „neuen“ Warsteiner Rathauses
„Indienststellung“ des „neuen“ Warsteiner Rathauses
„Indienststellung“ des „neuen“ Warsteiner Rathauses

Regierungspräsident Vogel beleuchtete in einem kurzen historischen Abriss die Rolle von Rathäusern in der Vergangenheit und stellte fest, dass sie früher immer multifunktionale Orte voller Leben gewesen seien. Dass dieses in Warstein mit dem Bürgersaal „aufgegriffen und neu interpretiert wurde, war der Grund, warum das Land NRW den Bau gefördert hat.“ Dabei spiele das neue Miteinander in Warstein eine große Rolle, bekannte er. „Durch die in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Prozesse verändert die Stadt ihr Gewicht.“ Das spiegele sich im Gesamtauftritt des Rathauses wider. „Sie haben nicht einen alten und einen neuen Rathausteil. Es ist ein stimmiger Neuauftritt.“ Dazu gratuliere er besonders herzlich. Mit dem Bürgersaal „ist es Ihnen in Warstein gelungen, zu den historischen Wurzeln eines Rathauses zurückzukehren.“

Ein Geschenk für den Bürgermeister hatten die Ortsvorsteher vorbereitet. Rainer Kemper übergab es am Ende seiner Rede. Es handelt sich um ein Foto des Rathaus-Anbaus, in das die Portraitfotos der neun Ortsvorsteher einmontiert sind. Darüber prangt des Bürgermeisters Lieblingsmotto: Warstein – neun Orte, eine Stadt. „Das bekommt einen Ehrenplatz in meinem Büro“, freute er sich. Die Pastoren Müller (Ev.) und Bronstert (Kath.) erteilten anschließend auch den kirchlichen Segen. „Es soll zum Segen für unsere Stadt werden“, wünschte sich Uwe Müller. Ralf-Hubert Bronstert war wichtig, dies mit der Hoffnung zu verbinden, dass die zukünftigen Entscheidungen „in Verantwortung für Gott und die Menschen“ getroffen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare