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Neue Tempo-Regelung an der Warsteiner Liobaschule: Das steckt dahinter

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Von: Alexander Lange

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Die neue Beschilderung vor der Liobaschule: Tempo 30 gilt auf 300 Metern an Werktagen von 7 bis 15 Uhr.
Die neue Beschilderung vor der Liobaschule: Tempo 30 gilt auf 300 Metern an Werktagen von 7 bis 15 Uhr. © Alexander Lange

Die Tempo 30-Zone auf dem Schwarzen Weg an der Warsteiner Liobaschule hat sich verändert. Was die Gründe dafür sind und was für den Verkehrsteilnehmer jetzt gilt.

Warstein – Wer den Schwarzen Weg aus der Stadt kommend in Richtung St. Poler Straße befuhr, der musste bis vor wenigen Wochen schon vor dem Kreisverkehr auf die Bremse treten und Tempo 30 fahren. Doch seit Dezember stehen in dem Bereich neue Schilder. Die Tempo 30-Zone beginnt seitdem erst hinter dem Kreisverkehr und gilt auch nur noch in der Zeit von 7 bis 15 Uhr an Werktagen. Das ist das Ergebnis der zweijährlich stattfinden Straßenverkehrsschau von Stadt Warstein, Bezirksregierung Arnsberg, Kreis Soest und Polizei, wie Thimo Roderfeld, beim Ordnungsamt der Stadt für Straßenverkehrsangelegenheiten zuständig, jetzt erklärte.

Das eine sei der Abschnitt der Tempo 30-Regelung, das andere die zeitliche Regelung: Bis zuletzt begann die 300 Meter lange Tempo 30-Zone schon etwa 50 Meter vor dem Kreisverkehr. Damit sollte erreicht werden, dass Verkehrsteilnehmer den Kreisverkehr mit angepasster Geschwindigkeit passieren. Nun beginnen die 300 Meter erst hinter dem Kreisverkehr: „Wir haben den Abschnitt verschoben, damit der Bereich der Liobaschule besser eingefasst ist.“ Gleichzeitig erhoffe man sich, dass der Kreisverkehr auch ohne Beschilderung automatisch von allen Seiten mit angemessener Geschwindigkeit angefahren werde, so Roderfeld. Zudem sorge die Beschilderung erst hinter dem Kreisverkehr für mehr Übersichtlichkeit.

Nur noch werktags von 7 bis 15 Uhr

Die neu ausgeschilderte Begrenzung auf 30 Stundenkilometer ist gleichzeitig gekoppelt an eine Strecke von 300 Metern sowie den Zeitraum von 7 bis 15 Uhr an Werktagen. Dadurch konnte das Zeichen auf Höhe der Bushaltestelle, welches bis zuletzt die Aufhebung der Tempo 30-Zone ausschilderte, abgebaut werden. Dadurch, so Roderfeld, erhoffe man sich, dass der Verkehrsteilnehmer die temporeduzierte Fahrt vielleicht auch über die 300 Meter hinaus fortsetzt.

Zudem gilt die Begrenzung nur werktags von 7 bis 15, also nur während der Schulzeiten und nicht mehr ganztägig. Die Straßenverkehrsordnung schreibe vor, dass auf Kreisstraßen nur dort eine Temporeduzierung angeordnet werden könne, wo es Risikolagen gebe. Beispielsweise an Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern oder Altenheimen.

Dreifachturnhalle und Allwetterbad sind keine Argumente

Klar sei Roderfeld auch, dass viele Kinder den Bereich der Tempo 30-Zone auch noch nach 15 Uhr oder an Wochenenden passieren, beispielsweise wenn sie auf dem Weg in die Dreifachturnhalle oder zum Allwetterbad sind.

Auch vor dem Suttroper Kindergarten gilt Tempo 30 – obwohl zwischen Straße und Kita ein Parkplatz liegt.
Auch vor dem Suttroper Kindergarten gilt Tempo 30 – obwohl zwischen Straße und Kita ein Parkplatz liegt. © Alexander Lange

Beide Einrichtungen fallen allerdings nicht in die oben beschriebenen „Risikobereiche“, ihre Eingänge liegen zudem nicht am Schwarzen Weg, sondern an der Haydn- beziehungsweise Lortzingstraße. Deshalb könne der Schwarze Weg nicht rund um die Uhr zur Tempo 30-Zone werden: „Die Ausschilderung einer Tempo 30-Zone bedarf immer der gesetzlichen Grundlage.“ Immer wieder gebe es Diskussionen, wenn die Stadt beispielsweise die Notwendigkeit einer Tempo 30-Zone sehe, die Straßenverkehrsordnung das aber nicht hergebe, sagt Roderfeld. Denn beispielsweise vor dem Suttroper Kindergarten müsse eigentlich nicht Tempo 30 gelten, da zwischen Kindergarteneingang und Straße ein Parkplatz liegt, der Kindergarten somit nicht direkt an die Straße grenzt. Bislang, so Roderfeld, habe man als Stadt die Temporeduzierung dort aber durchsetzen können.

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