Neue Heve-Brücke in Hirschberg sorgt für Verbindung zum Möhnesee

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Trockenen Fußes können Wanderer und Radfahrer die Heve-Brücke überqueren und so in die Nachbargemeinde Möhnesee gelangen.

Hirschberg - Auf die Baugenehmigung für die Heve-Brücke im Wald zwischen Hirschberg und Möhnesee musste der SGV Hirschberg drei lange Jahre warten. Nur einen einzigen Tag benötigten freiwillige Helfer für ihre Fertigstellung, nachdem endlich alle bürokratischen Hürden genommen waren. Am Samstagabend dankte Vorsitzender Stefan Bräutigam den Vereinsmitgliedern, die ihr Wochenende in den Dienst der guten Sache gestellt hatten. Durch ihren tatkräftigen Einsatz ist der 17 Kilometer lange Weg zwischen Hirschberg und Neuhaus pünktlich zum Beginn der Wandersaison wieder trockenen Fußes begehbar.

„Zum Glück haben wir gute Handwerker in unseren Reihen“, freute sich Bräutigam über die fachgerechte Konstruktion des fertigen Bauwerkes. Auch durch die Vorgaben von Landschaftsplaner Bertram Mestermann habe der Verein viel Geld sparen können. „Ohne den Einsatz unserer Mitglieder wäre eine solche Maßnahme gar nicht möglich gewesen.“ Dass sich der Vorstand auf ihre tatkräftige Unterstützung verlassen kann, bewiesen sie bereits in den frühen Morgenstunden des Samstags. Mit zwei geländegängigen Fahrzeugen karrten etwa zehn Helfer das Baumaterial über holperige Wald- und Feldwege. Am Heve-Ufer angekommen, wurden die von der Stadt gestifteten Eichenstämme entladen und „verbaut“. In der ebenfalls vom SGV errichteten Schutzhütte servierte Hobbykoch Jörg Heppelmann am Mittag eine asiatische Reispfanne.

Zur Motivation der Truppe erinnerte der Vorsitzende an den langen Weg durch die Instanzen, den man gegangen sei, ohne sich vom ursprünglichen Ziel abbringen zu lassen. Die Wanderfreunde wollten den morschen Stamm, der einst als Übergang über die Heve gedient hatte, durch eine sichere Holzbrücke ersetzen. „Wir mussten schon aus versicherungstechnischen Gründen handeln“, erklärte Bräutigam.

Kompliziert und zeitraubend sei der Weg von der Antragstellung bei der Stadt im Jahr 2015, über das Genehmigungsverfahren an dem weitere Behörden beteiligt werden mussten, bis hin zur Ablehnung des Projekts durch den Landschaftsbeirat gewesen. Doch von den Forderungen nach diversen Gutachten und Umweltverträglichkeitsprüfungen ließ sich der SGV nicht beirren. „Wir haben bei der Anfechtung des negativen Beschlusses die perfekte Unterstützung durch die Stadt bekommen“, rief Bräutigam in Erinnerung. Aufgrund des „großen öffentlichen Interesses an der Erschließung des Hevetals“ erteilte die Bezirksregierung am Ende dann doch die Genehmigung zum Brückenbau im Naturschutzgebiet. Wäre sie ausgeblieben, hätte der SGV trotzdem nicht aufgegeben. Bräutigam: „Wir hätten ein nicht genehmigungsfähiges Floß gebaut.“ Gut, dass es dazu nicht kommen musste. Grünes Licht für die Fertigstellung der Fußgängerbrücke gab es bereits im Oktober 2017. Doch Hochwasser und Frost verhinderten den Bau der Fundamente. Zudem mussten sich die Vereinsmitglieder erst einmal vom Dauereinsatz bei den Köhlerwochen erholen. Nachdem am ersten März 2018 der Gehölzschnitt abgeschlossen war stand dem Baubeginn nichts mehr im Weg. Schon am gestrigen Sonntag nutzten Wanderer die etwa zehn Meter lange Brücke. Ihre offizielle Einweihung, verbunden mit der Übergabe an die Stadt, wird allerdings erst am 10. Mai erfolgen. - is

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