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Nele Zimmermann: Das ist die neue hauptamtliche Kraft von We Love Warstein

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Die Neue bei „We love Warstein“: Nele Zimmermann am Eingang ihres neuen Arbeitsplatzes im FH3 an der Hauptstraße.
Die Neue bei „We love Warstein“: Nele Zimmermann am Eingang ihres neuen Arbeitsplatzes im FH3 an der Hauptstraße. © Jill Frenz

Seit knapp vier Wochen hat We Love Warstein eine hauptamtliche Mitarbeiterin: Nele Zimmermann. Sie spricht über ihre bisherige Vita, auf kommende Aufgaben und Pläne für das FH3.

Warstein – Seit knapp vier Wochen hat der Verein „We love Warstein“ eine hauptamtliche Mitarbeiterin: Nele Zimmermann ist für den Job wieder zurück in Heimatnähe gezogen. Aufgewachsen in Effeln und am Rüthener Friedrich-Spee-Gymnasium zur Schule gegangen, führte der Weg sie nach dem Abitur zum Studium der Kulturanthropologie zunächst nach Frankfurt am Main. Nach einem Volontariat in einer Frankfurter PR-Agentur leitete sie in Beckum eine Jugendkunstschule. „Dort habe ich die Arbeit in kleinen Orten und im engen Kontakt mit der Kommune zu schätzen gelernt“, blickt die 42-Jährige heute zurück. Aus persönlichen Gründen war es danach für sie aber doch erst wieder nach Frankfurt gegangen, wo sie vier Jahre in der Kulturverwaltung tätig war.

Wie sie dann auf die Stellenausschreibung einer hauptamtlichen Mitarbeiterin beim Verein „We love Warstein“ in der Wästerstadt aufmerksam geworden ist, weiß Zimmermann nicht mehr genau. Sie habe aber schon lange den Wunsch verspürt, aus Hessen wieder nach Hause zu kommen. „Die Stelle passte einfach gut zu mir“, sagt sie. Der „spannende Mix“ aus Aktionen – vom Frühschoppen bis zu kulturellen Lesungen, die der Verein veranstaltet, habe sie besonders beeindruckt. Bemerkenswert findet sie auch das junge Alter der Ehrenamtlichen, die sich im Verein engagieren: „Anderswo sind junge Menschen zwischen 25 und 35 in der kulturellen Arbeit fast unsichtbar“, schildert sie ihre Erfahrungen. In der Regel nehme in dieser Altersgruppe entweder der Job oder die junge Familie so viel Zeit ein, dass ehrenamtliches Engagement darüber hinaus kaum möglich sei. Aber in Warstein lägen die Prioritäten wohl anders, freut sich Zimmermann.

Im Team das Gefühl, unter Freunden zu sein

Mit ihrem neuen Job sei sie deshalb auch nicht bloß zufrieden, sondern von der Arbeit „eher begeistert“, schildert sie. Im Team habe sie mehr das Gefühl unter guten Freunden zu sein als sich auf der Arbeit zu befinden. Zu tun gibt es trotzdem Einiges: Zimmermanns Hauptaufgabe besteht darin, Förderungen ausfindig zu machen und Gelder für weitere Aktionen zu generieren. Des Weiteren gehört die Organisation von diversen Veranstaltungen zu den Tätigkeiten, die sie momentan noch aus dem Homeoffice erledigt.

Die größte Herausforderung stelle derzeit der Umbau des neuen FH dar, das an der Hauptstraße 93 in der ehemaligen Kanzlei Kückelhaus entsteht. Das Projekt „Dritte Orte“ soll hier fortgeführt und auch ein Büro für Nele Zimmermann als Leiterin integriert werden, deren Gehalt ebenfalls vom Programm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW finanziert wird.

Nicht nur, wer im Verein aktiv sein will, ist an der neuen Adresse willkommen – denn im FH3 werde es für Jedermann die Möglichkeit zum Arbeiten, Lernen oder Entspannen geben. Auch, wer neue Leute kennenlernen möchte, sei jederzeit willkommen, sagt Zimmermann. Abends würden dort demnächst auch immer häufiger verschiedene Veranstaltungen stattfinden, kündigt die neue Mitarbeiterin an. Eine davon ist bereits auf den Abend des 29. Dezember terminiert: „Dann wollen wir uns nochmal allen vorstellen und nehmen gern Anregungen und Ideen entgegen“, so Zimmermann.

Umbau noch im ersten Quartal 2023

Fertiggestellt wird das FH3 dann noch nicht sein, aber Interessierte bekommen dennoch schon einmal einen Vorgeschmack. „Noch im ersten Quartal 2023 soll dann voraussichtlich auch der Umbau abgeschlossen sein“, so Zimmermann.

Vorfreudig blickt sie auf das neue Jahr: Mehrere verschiedene Lesungen und auch ein Kneipenquiz stehen unter anderem auf dem Plan. Zudem wird der Verein 2023 zehn Jahre alt, was gefeiert werden soll.

Aktuell lebt Zimmermann, die in Soest wohnt, sich beruflich noch weiter in der Stadt Warstein ein: „Es ist spannend, alle Warsteiner Akteure kennenzulernen und herauszufinden, was den Leuten vor Ort Spaß macht“, sagt sie. In Warstein würde sie am liebsten nun langfristig arbeiten, aber ihre Teilzeit-Stelle ist zunächst bis Ende des kommenden Jahres befristet. „Danach muss ich weitere Förderungen auftun, um meine Stelle zu finanzieren“, erklärt Zimmermann. Sie ist aber optimistisch, dass sich Lösungen auftun werden.

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