Naturnahes Klettern am Warsteiner Hillenberg

Heinz-Willi Hakenberg begrüßte die Gruppe des Skiclubs Warstein unter Leitung von Gerd Wennemann am Felsen.

WARSTEIN ▪ Unter der Aufsicht von Heinz-Willi Hakenberg vom Deutschen Alpenverein ging es für einige Mitglieder des Warsteiner Skiclubs am frühen Freitagabend hoch hinaus.

Die Felsen am Hillenberg wurden von den jungen Mitgliedern genauso wie von den etwas älteren Mitgliedern problemlos bestiegen, außerdem wurde eine Einweisung in die Knotenkunde und in die Sicherung gegeben, um in Zukunft sicher in der Gruppe klettern zu können. Hintergedanke des Skiclubs ist die Ausweitung des Kletterangebots, das bisher auf die Kletterwand in der Dreifachturnhalle beschränkt ist.

„Es ist an der Zeit, die Klettermöglichkeiten vor der eigenen Haustür zu nutzen“, betonte der 1. Vorsitzende des Skiclubs, Gerd Wennemann. Vision Wennemanns und der Skiclub Mitglieder ist ein festes Angebot, das es ermöglichen soll, einmal in der Woche in einer Gruppe von Interessenten am Hillenbergfelsen zu klettern. Das Angebot soll sich vor allem an Kinder und Jugendliche wenden. Und sobald es die Wetterlage dann nicht zulassen würde, draußen zu klettern, würde vor allem im Winter auf die Kletterwand des Ski Clubs in der Dreifachhalle ausgewichen, um nicht ganz auf die Ausübungs dieses Sports verzichten zu müssen.

„Es ist schön, dass es die Möglichkeit gibt, vor der Haustür in Warstein klettern zu können. Beim Klettern werden alle Knochen und Muskeln beansprucht, weshalb ich mir kaum etwas besseres für die Gesundheit vorstellen kann“, so Norbert Enste, Mitglied des Skiclubs.

Der Deutsche Alpenverein unterstützt mit seine „Sektion Sauerland“ das Klettern in Warstein. Erklärtes Ziel ist es, das Klettern im Sauerland und somit auch in Warstein attraktiver zu machen und mehrere neue Gebiete zum Klettern zu erschließen. Auch das Risse-Gelände haben die versierten Kletterer inzwischen ins Auge gefasst.

Seit dreieinhalb Jahren ist der Alpenverein in Warstein am Werke, das Gebiet am Hillenberg „kletterfreundlich“ zu gestalten. „Das größte Problem dabei ist, dass die lockeren Gesteinsschichten vom Felsen abgetragen werden müssen, da es beim Klettern sonst lebensgefährlich wäre, wenn sich auf einmal Tonnen von Gestein lösen“, erklärt Kletterwart Hakenberg. Jedoch ist der größte Teil des Gebiets, das zwischen 50 und 60 Routen auf fünf Felsen umfasst, bereits gesichert.

Und das, obwohl es in den beiden zurückliegenden Jahren große Probleme mit der Witterung gab. Die Winter waren sehr lang und auch in der warmen Jahreszeit gab es selten stabile und gute Wetterlagen, die die nicht risikolosen Arbeitseinsätze erlaubten. Dennoch ist man in diesem dritten Jahr weit gekommen. Heinz-Willi Hakenberg ist überzeugt, dass das Gebiet noch in diesem Jahr für das öffentliche Klettern freigegeben wird. Darüber ist er sehr froh, weil bereits Anfragen aus dem Ruhrgebiet kamen, wann es endlich soweit sei und das momentane Kletterverbot aufgehoben würde.

„Für den Alpenverein ist diese Arbeit eine Art Dankeschön für die Gastfreundlichkeit, die der Verein von der Stadt Warstein und vom Bürgermeister bisher bekommen hat, da sie das Okay für das Klettern am Hillenberg gaben“, fügt Hakenberg zu.

Wer in den Sommerferien bereits Lust hat das Klettergebiet zu erkunden, kann sich bei Gerd Wennemann vom Skiclub Warstein unter Tel. 02902/4004 melden.

Für die Ferien ist eine Einstiegsaktion geplant, in der jeden Freitag ab 17.30 Uhr in der Gruppe geklettert werden soll. Voranmeldungen sind erwünscht, da das Sicherungsmaterial begrenzt ist.

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