Die Stadt reagiert

Nach Schüler-Unfall: Ampel am Rütherplatz soll sicherer werden

Bislang hat die Ampel am Fußgängerüberweg am Rütherplatz nur Rot- und Gelblicht, um die Sicherheit zu erhöhen, wird unter anderem noch ein Grünlicht installiert. Zudem wird die Grünphase für Fußgänger um eine Sekunde verlängert.
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Bislang hat die Ampel am Fußgängerüberweg am Rütherplatz nur Rot- und Gelblicht, um die Sicherheit zu erhöhen, wird unter anderem noch ein Grünlicht installiert. Zudem wird die Grünphase für Fußgänger um eine Sekunde verlängert.

Ein Grundschüler war von einem Auto angefahren worden, nun wird die Ampel erweitert.

Belecke – Die Fußgängerampel am Belecker Rütherplatz soll sicherer werden. Das hatten sich Politik und Verwaltung vorgenommen, nachdem es im November vergangenen Jahres dort einen Unfall gegeben hatte, der Aufsehen insbesondere bei Eltern, Schülern und Lehrern erregte.

An dieser Stelle überqueren an Schultagen viele Grundschülerinnen und -schüler die Bundesstraße 55/Lanfer, um zur Westerbergschule zu gelangen.

Grünphase wird verlängert

Zu den Stoßzeiten ist wegen der Gefahren sogar ein Lotsendienst eingerichtet. Eine Autofahrerin aus Anröchte hatte das Rotlicht übersehen und einen Sechsjährigen angefahren. Der Junge fiel auf die Motorhaube, wurde dabei aber nur leicht verletzt.

Nun wird die Ampel, die derzeit nur Rot- und Gelblicht hat und nur bei Anforderung einschaltet, in beiden Fahrtrichtungen um „einen grünen Signalgeber“ erweitert. Das teilte Fachbereichsleiter Josef Pieper mit. Damit werde schon von weitem sichtbar, dass hier eine Ampel in Betrieb sei. Zusätzlich wird die „Schutzzeit“, also die Grünphase für die Fußgänger, um eine Sekunde verlängert. Ausgeführt würden die Arbeiten in etwa vier bis sechs Wochen, sagte Josef Pieper.

„Dickes Lob“ vom Bürgermeister

„Das war kein einfaches Brot für das Ordnungsamt“, schilderte Josef Pieper die Bemühungen, die nötig waren, um diese Verbesserungen zu erreichen. Abstimmungen mit der WLE, die die Bahntrasse regelmäßig mit ihren Zügen nutzt, seien notwendig gewesen. Selbst das Eisenbahnbundesamt musste in diesen Prozess eingeschaltet werden.

„Ein dickes Lob für die Kollegen, die sich hier durchgekämpft haben“, hob Bürgermeister Dr. Thomas Schöne die „Ordnungsamtstruppe“ für ihren Einsatz hervor und machte ein „Kompliment an den neuen jungen Kollegen Lukas Mestermann“. Der Weg zu diesen Verbesserungen sei mühsam gewesen.

„Wir administrieren uns gelegentlich zu Tode“, griff er die kritischen Worte auf, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kürzlich im Zusammenhang mit Corona-Maßnahmen geäußert hatte. „Der Bundespräsident hat recht, das erleben wir an dieser Sache.“

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