Gottesdienste wieder ab Mitte August möglich

Nach Feuer: Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten in  St. Pankratiuskirche beginnen

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Mit dem 2,8 Tonnen schweren Hubsteiger können die Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten in der St. Pankratiuskirche beginnen.

Warstein – Seit Anfang Januar können nach dem Brand der Krippe keine Gottesdienste mehr in der St. Pankratius-Kirche am Warsteiner Marktplatz gefeiert werden. Durch die Notwendigkeit der Konsultation eines Architekten, verschiedene Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren und nicht zuletzt auch wegen der Corona-Pandemie konnte mit den konkreten Sanierungsarbeiten bisher jedoch noch nicht begonnen werden. Seit vergangenem Montag tut sich nun aber etwas im Kircheninneren: Ausgerüstet mit einem 2,8 Tonnen schweren Hubsteiger haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Eichholz aus Bad Laer mit ersten Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten begonnen.

In den kommenden Wochen werden sich nach und nach unterschiedliche Handwerker der einzelnen in Mitleidenschaft gezogenen Bereiche annehmen. Bis Mitte August soll die Kirche dann soweit wiederhergestellt sein, dass der erste Gottesdienst gefeiert werden kann.

Dass der Hubsteiger den ersten sichtbaren Schritt auf diesem Weg machte, verfolgten am Montag neben Jürgen Kösters und Verwaltungsleiter André Wessel auch einige interessierte Passanten. Millimeter für Millimeter wurde das große Gerät von der Dieplohstraße aus ins Innere der Kirche manövriert. Mithilfe des bis zu 15 Meter seitliche Reichweite umfassenden Steigers wird die Firma Eichholz nun den durch die Brandhitze abgeplatzten Putz in der Umgebung des Brandherdes ausbessern, zwei Gewölbejoche des Seitenschiffes reinigen und die in Mitleidenschaft gezogenen Wände streichen. Zudem werden die liturgischen Figuren in der gesamten Kirche von ihrer Rußschicht befreit. „Es ist wichtig, sensibel heranzugehen“, erklärt Andreas Eichholz, dass dabei jede weitere Verteilung der organischen Stäube verhindert wird.

Neben der Firma Eichholz soll auch die Firma Mahr mit der Instandsetzung der Heizung bis Ende Juli fertig sein. Primäre Aufgabe für die Aachener Firma wird es sein, die Filtermatten in den Schächten der Heizung zu reinigen. Um die Elektrik, darunter etwa einzelne beschädigte Kabel, kümmert sich die Warsteiner Firma Müller und bis Mitte August wird Firma Groß & Wiese schließlich die Reinigung der Einrichtung durchführen, sodass anschließend wieder Gottesdienste möglich sind. Auf Orgelmusik müssen die Kirchenbesucher jedoch noch einige weitere Wochen verzichten. Erst Anfang September wird die Firma Stockmann mit der Orgelreinigung den letzten großen Bestandteil der Sanierungsmaßnahmen im Kircheninneren abgeschlossen haben. Für die fehlende Orgelmusik, so sind sich André Wessel und Jürgen Kösters sicher, wird es in der Zwischenzeit aber einen Ersatz geben.

Unabhängig von den Arbeiten im Inneren der Kirche erfolgt in den kommenden Wochen und Monaten zusätzlich die Wiederherstellung der Krippenfiguren. Nur ganz vereinzelt können dabei die alten Figuren überschnitzt werden, der Großteil ist in seiner Substanz so stark angegriffen, dass er neu geschnitzt werden muss. Diese Arbeiten sollen im November abgeschlossen sein, sodass die ausgebesserten und neuen Figuren zu Weihnachten wieder aufgestellt werden könnten. Ebenfalls nicht mehr zu retten ist das ursprüngliche Bild der 14. Kreuzwegstation, das in unmittelbarer Nähe der Krippe hing. Dieses wird von der Firma Ars Colendi aus Paderborn neu gezeichnet. Zusammengenommen, so beziffert André Wessel, beläuft sich die durch den Brand entstandene Schadenssumme auf über 80 000 Euro.

Gerade für mobilitätseingeschränktere Gemeindemitglieder bedeutet die Schließung der Kirche derzeit, neben den coronabedingten Beschränkungen, eine zusätzliche Hürde hinsichtlich der Gottesdienstteilnahme. So weiß Jürgen Kösters, dass bereits viele Warsteinerinnen und Warsteiner sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung der St. Pankratius-Kirche warten.

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