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Nach dem Tod der Queen: Warsteiner Paar berichtet von Stimmung in London

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Von: Alexander Lange

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Die beiden Warsteiner Volker und Ina Mertens vor dem Buckingham Palace in London. Viele legten dort Blumen nieder.
Die beiden Warsteiner Volker und Ina Mertens vor dem Buckingham Palace in London. Viele legten dort Blumen nieder. © Privat

Am Donnerstag starb Queen Elizabeth II. im Alter von 96 Jahren. Das ganze Königreich in Trauer und die beiden Warsteiner Ina und Volker Mertens mittendrin. Sie berichten, wie sie die Stimmung vor Ort erleben und vom Tod der Queen erfahren haben.

Warstein/London – Nein, der Satz „Zur passenden Zeit am passenden Ort“ trifft es nicht so recht. Dafür ist der Anlass zu bewegend. Aber dennoch macht das, was am frühen Donnerstagabend um kurz nach 19.30 Uhr offiziell wurde, den Kurztrip von Volker und Ina Mertens noch besonderer, noch aufregender. Die Queen ist tot, ein ganzes Land in Trauer. Und die beiden Warsteiner mittendrin. Mitten in London, wo diese Zeitung die beiden spontan erreichen konnte.

Vor wenigen Tagen reisten sie in die britische Hauptstadt. Eine Städtetour im Spätsommer „mit allem drum und dran“. London Eye, Big Ben, Buckingham Palace und London Bridge. Doch „London Bridge is down“, der Satz, der für den Tod der Queen steht. Und der Buckingham Palace verwandelt sich zum Blumenmeer. „Am Donnerstag waren wir den ganzen Tag in den Warner Bros. Studios und haben Kulisse und Geschichte der Harry Potter-Filme besichtigt“, erzählt Volker Mertens: „Ich habe dann zwischendurch auf dem Handy gelesen, dass die Queen offenbar in einem schlechten gesundheitlichen Zustand ist. Und irgendwann bekam ich die Nachricht: Die Queen ist tot.“ Genau dann, als die beiden auch im Königreich weilen.

Auf dem schottischen Landsitz Balmoral gestorben

Auch wenn die Monarchin auf dem schottischen Landsitz Balmoral gestorben ist, ist London, das ganze Land, ja fast die ganze Welt tief berührt. Am Freitagnachmittag besichtigten die beiden noch die Temple Church, ehe sie am Abend wie tausende andere Londoner, Royal-Fans und Touristen zum Buckingham Palace pilgerten. Dort war wenige Stunden zuvor auch Charles – bislang Prinz, nun König – mit seiner Camilla eingetroffen, hatte lange Zeit mit den vielen Menschen vor Ort gesprochen, ehe er ins Palast-Innere geschritten war. Ähnlich wie beim Tode Dianas wurden Blumen, Bilder und Kerzen vorm Zaun des Buckingham Palace abgelegt. „Um mich herum sind Menschenmassen, die Trauer hier vor Ort ist unbegreiflich. Es ist Wahnsinn, was hier los ist“, berichtet Volker Mertens von vor Ort. In der Stadt selber merke man zwar nicht so viel von der tiefen Trauer, wie es vor dem Palast der Fall sei, aber doch sei die Anteilnahme groß: „Die Menschen hier wollen alle von der Queen Abschied nehmen.“

In Scharen kamen die Menschen, um von der Queen Abschied zu nehmen.
In Scharen kamen die Menschen, um von der Queen Abschied zu nehmen. © Privat

Am kommenden Montag soll der Sarg der Queen zum Buckingham Palace gebracht werden. Die neue Premierministerin Liz Tuss und weitere Regierungsvertreter werden den Sarg dann in Empfang nehmen. Am Dienstag soll der Sarg dann aufgebahrt werden und in einer Prozession durch London getragen werden, ehe er dann in den Palace of Westminster gebracht wird, wo auch die Öffentlichkeit noch einmal Abschied nehmen kann.

Dann werden Volker und Ina Mertens längst zurück in Warstein sein. Im Gepäck aber mit ergreifenden Erinnerungen eines ganz besonderen Urlaubs.

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