Musikvereinigung Belecke

Probenraum platzt bei Nachwuchssuche "aus allen Nähten"

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Belecke – „Wir sind super zufrieden. Unser Probenraum platzt aus allen Nähten – das ist mehr Zuspruch, als wir erwartet hatten.“ Strahlende Gesichter gab es bei den Verantwortlichen der Musikvereinigung Belecke um ihren Vorsitzenden Thorsten Jesse.

Erstmalig hatten die Musiker zum Informationsabend ins Alte Rathaus eingeladen, um neue Mitglieder für ihr Nachwuchsorchester zu gewinnen.

„Wir werden diese Veranstaltung in zwei Teilen abhalten. Zunächst könnt ihr euch bei einer offenen Probe einen Eindruck davon machen, wie wir zusammen musizieren, uns Stücke erarbeiten und so weiter – danach stehen wir für eure Fragen bereit, und natürlich könnt ihr auch die Instrumente einmal ausprobieren“, informierte Geschäftsführer Christof Welzel, nachdem er die jungen Besucher mit ihren Eltern begrüßt hatte. 

„Denkt an die verschiedenen Fisse, wenn wir uns jetzt mit der Tonleiter im klingenden C einspielen“, übernahm dann Jonas Raulf, Dirigent des Ausbildungsorchesters, und stieg direkt in den Probenverlauf ein. 

Einige „Tonleitern“ weiter, teils mit Rhythmusvorgabe des Schlagzeugs („Am besten etwas Speedmäßiges!“) standen – aus aktuellem Anlass- die St.-Martins-Lieder auf dem Plan. „Am besten lernt ihr sie auswendig, wir müssen während des Umzugs laufen, das ist dann wirklich einfacher“, gab Raulf seinen Schützlingen mit auf den Weg. 

„Klappt doch schon ganz gut“, zeigte sich der Orchesterleiter auch mit der Darbietung der beiden folgenden Songs – „Shut up and dance“ und das Medley „Best of Queen“ – zufrieden, die sich die Kinder und Jugendlichen für ihr neues Repertoire gewählt hatten. 

Dann endlich hieß es für die jungen Gäste: Ran an die Instrumente! Dabei hatten sich die meisten wohl für das Schlagzeug als Wunschinstrument entschieden. Schnell war Ausbilder Klemens Köster umringt von vielen jungen, potentiellen Nachwuchs-Drummern und zeigte ihnen wie Hihat, Bass-Drum und Tom-Toms wohlklingende Töne entlockt werden können. 

„Jetzt ihr“, forderte der Musiker die Jungen und Mädchen dann auf es ihm nachzutun. Kein Problem für Jule. Als hätte sie nie etwas anderes getan betätigte die neunjährige die Sticks und spielte die Tonfolge ohne Zögern nach. Das erstaunte sogar Köster: „Ein echtes Naturtalent...“ 

Einen ähnlichen Erfolgsmoment hatte auch ihre Freundin Charlet – allerdings an der Klarinette. „Ich brauchte ewig, bis bei mir der erste Ton herauskam“, tröstete Corinna Haarhoff einen kleinen Tester an ihrem Instrument, der trotz großer Anstrengung zu keinem hörbaren Ergebnis kam. Dann setzte Charlet an – und sorgte ebenfalls für freudig überraschte Blicke: „Das ist eher selten, dass es sofort klappt“, freute sich die Klarinettistin mit ihrer jungen Probantin. 

Neben den „absoluten Anfängern“, die erstmals Berührung zu den Blasinstrumenten hatten, waren auch einige Kinder gekommen, die bereits Erfahrung mit einem Instrument gemacht hatten. Der Siebtklässler Jona hatte in den vergangenen beiden Jahren die Bläserklasse des Europagymnasiums Warstein besucht. „Es ist schade, dass das Angebot nicht weiter besteht – mein Tenorhorn steht jetzt in der Ecke“, bedauerte er und hoffte, bei der Musikvereinigung Belecke jetzt eine neue Möglichkeit gefunden zu haben, in der Gemeinschaft weiter zu musizieren.

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