Vor dem Start der 29. Warsteiner Internationalen Montgolfiade 

Prähistorische Keilschriften am Boden, Schraubenzieher am Himmel

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Parken auf der Startwiese? Und das mit einem Renn-Boliden? – Das ist nur beim Pressetermin zur Montgolfiade-Ankündigung möglich. Karin Wendt (WIM), Roswitha Wrede (Stadt), Uwe Wendt (WIM), Sponsor-Vertreter Jürgen Koch (Falken) und Brauerei-Sprecherin Sinje Vogelsang (von links) hoffen, dass hier bal viele Ballone starten.

Warstein – Was gibt´s bei der 29. Warsteiner Internationalen Montgolfiade (WIM) Neues, was es bislang noch nie gab? Am Mittwoch Mittag wurden die Geheimnisse um das anstehende Ballon-Event gelüftet. 

Der erste Ballon eines Teams aus Asien, die 32 Meter hohe dunkle Bären-Sonderform „Oh Bear“. Schätze aus dem Werler Missionsmuseum im besonders bewachten VIP-Zelt, wie zum Beispiel prähistorische Keilschriften.

Ein 60 Meter hoher Schraubenzieher am Himmel, gesteuert vom deutschen Piloten Thomas Seibel und Roboter „Robot Woozi“ des brasilianischen Piloten Filipe Tostes. Die Open-Air-Messe „Hier berühren sich Himmel und Erde“ auf der Startwiese am Sonntag. 

Und zum 10-Jährigen Schützen-Jubiläum erstmals ein Vogelschießen auf einen richtigen Holzvogel. „Mit der Flinte“, wie WIM-Geschäftsführer Uwe Wendt berichtete. 

Gemeinsam mit Ehefrau und WIM-Kollegin Karin sowie Brauerei-Sprecherin Sinje Vogelsang erläuterte er Pressevertretern, mit welchen Besonderheiten die Großveranstaltung ablaufen wird. 

2018 sei „eine unserer besten Veranstaltungen gewesen“, blickte Wendt zurück. Das bedeute: „Die Messlatte liegt hoch!“ Aber er ist optimistisch: „Wir wollen noch einen drauflegen.“ 

Dass das doppelgeschossige VIP-Zelt schon aufgebaut ist, weil die beteiligten Firmen Personalengpässen vorgreifen mussten, sei ein gutes Zeichen. Mit dem für die Montgolfiade-Tage auf 20 Köpfe anwachsenden eingespielten Kern-Team sei man gut aufgestellt. 

Das bestätigt Karin Wendt, die für den wichtigsten Teil, das Ballonfahren, zuständig ist. 197 Teams (Vorjahr 201) und 234 Piloten (248), darunter 20 Frauen, seien angemeldet. 

Stolz ist man auf die Zusage von 32 Sonderformen, was fast Rekord bedeutet. „Ein Hingucker besonders für Kinder und Familien“, weiß sie um die Bedeutung. Allerdings sind die Sonderformen in der Regel nicht an allen Tagen da. Ein Dutzend kommt dabei zum ersten Mal nach Warstein. 

Fünf Nightglows und vier Feuerwerke runden die WIM ab. Wieviel Starts am Ende wirklich möglich sein werden, das ist wetterabhängig. 2018 waren es 12, im Idealfall könnten es 18 werden, darunter der Mittwoch-Morgensstart am Flughafen Paderborn. 

Die WIM ist eine eigenständige Tochter-Gesellschaft der Brauerei mit einem höheren sechsstelligen Jahresumsatz. Gewinne würden, so Wendt, nicht erwirtschaftet, das Ballon-Event sei ein „Marketing-Instrument“ der Brauerei. Deshalb sind externe Sponsoren gern gesehen. 

Gestern präsentierte die WIM das weltweit agierende Reifen-Unternehmen Falken als neuen Sponsor. Verkaufsdirektor Jürgen Koch brachte das Engagement seines Hauses auf den Punkt. Es gehe um das emotionale Moment, das Falken stärker herausstellen wolle. Die WIM sei dafür ideal. 

Und vielleicht gebe es im nächsten Jahr ja auch einen eigenen Falken-Ballon. Ein nagelneuer Warsteiner-Ballon mit dem aktuellen Marken-Logo wird am Freitag unmittelbar nach der Eröffnung durch Brauerei-Inhaberin Catharina getauft.

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